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Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

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Aktuelle Theaterkritiken Spielzeit 2020/21

Premieren im September 2020

„7 Deaths of Maria Callas“ im Nationaltheater

Ein Opernprojekt von Marina Abramovic
Komposition: Marko Nikodijevic
Inszenierung: Marina Abramovic (Film: Nabil Elderkin)
Dirigent: Yoel Gamzou
Premiere: 1. September 2020
Dauer: 1 Stunde 10 Minuten, keine Pause 

7 Deaths of Maria Callas / Foto: © Wilfried Hösl

Das perfekte Corona-Stück und doch im April, als die Uraufführung geplant war, schon fast fertig: Maria Callas in ihren zentralen Partien als Traviata, Tosca, Desdemona, Butterfly, Carmen, Lucia und Norma. Zum Live-Orchester von sieben unterschiedlichen Sängerinnen im gleichen Kostüm gesungen, dahinter auf Großleinwand in Slow Motion von Marina Abramovic, die den ganzen Abend an der Seite im Bett liegt, als deren jeweiliges Sterben dargestellt: von Boa Constrictors erdrosselt (Desdemona), dem Strahlentod in Nagasaki ausgesetzt (Butterfly), vom Wolkenkratzer stürzend (Tosca) oder in den Flammen umkommend (Norma).
(Fast) immer verursacht ein Mann – hier Willem Dafoe – diesen Tod. Er ist Alter Ego der Ehemänner Meneghini und Onassis oder der Regisseure Pasolini und Visconti. Dann das reale Sterben 1977 in der Pariser Wohnung und die Auferstehung – nochmals mit „Casta Diva – Keusche Göttin“, jetzt in der Einspielung von 1954 – mit Live-Orchester. Ein Meta-Projekt über den Wahnsinn der Oper, über Eros und Thanatos! kk

 

Premieren im August 2020

„Probleme Probleme“ am Münchner Volkstheater

Schauspiel nach der Erzählung von Ingeborg Bachmann
Inszenierung: Abdullah Kenan Karaca
Premiere 26. August 2020
Dauer: 1 Stunde 20 Minuten, keine Pause 

Probleme Probleme / Foto: Arno Declair

Angesichts all der alltäglichen (Corona-) Probleme kann einem schon mal die Lebenslust vergehen. Insofern passt Beatrix, die Hauptfigur aus Ingeborg Bachmanns Erzählung „Probleme Probleme“ von 1972, sehr gut auch in unsere Zeit. Die 20-Jährige isoliert sich, will nur noch schlafen, ärgert sich über eine hyperaktive Freundin und pflegt genervt eine Affäre mit dem verheirateten Erich. Dieses sterile Dasein findet im Volkstheater in einem entsprechend kargen Biotop statt, das Bühnenbildner Vincent Mesnaritsch ganz mit Plastikhüllen bedeckt hat. Ein ganzheitlicher, mit sich zufriedener Mensch ist Beatrix nicht, weshalb Regisseur Abdullah Kenan Karaca sie in ein Trio aufgesplittet hat. So erzählen Henriette Nagel, Jakob Immervoll und Max Poerting aus Beatrix‘ Leben, fühlen sich in sie und ihre wenigen Mitmenschen hinein. Einzig im „Frisörsalon René“ findet Beatrix ein wenig Glück, aber auch das ist zerbrechlich. Karaca zeichnet mit seinem Ensemble das tragikomische Porträt einer Frau, die gerne aus ihrer Plastikhölle ausbrechen möchte. Ja, sind wir nicht alle ein bisschen Beatrix? mst
 

„Indien“ am Münchner Volkstheater

Schauspiel nach dem Stück von Alfred Dorfer und Josef Hader
Inszenierung: Simon Solberg
Premiere am 15. August 2020
Dauer: 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause

Indien / Foto: Arno Declair 

Ein schrecklicheres, in seiner Schrecklichkeit aber auch noch anrührendes Männerpaar hat die Filmgeschichte nie wieder gesehen: Als die Wirtshausinspektoren Fellner und Bösel reisten Alfred Dorfer und Josef Hader in „Indien“ durch die österreichische Provinz und schufen damit einen Kult, der seit dem Kinostart 1993 kein Ende gefunden hat. Auf die Größe der Vorbilder pfeift Simon Solberg in seiner Adaption des Theaterstücks, das dem Film zugrunde liegt, und macht im Biergarten des Volkstheaters sein eigenes Ding. In einem anthropologischen Museum mit einigen Vitrinen stellt Solberg seltsame Menschenbilder der vergangenen Jahrhunderte bis ins Heute aus und lässt mittendrin Carolin Hartmann als Fellner und Jonathan Müller als Bösel all das überprüfen, was in Zeiten von Corona überprüft gehört: Schlachthöfe auf ihre Hygieneverhältnisse zum Beispiel. Statt hintersinnigem Ösi-Humor bietet das Duo in seiner Turboshow feine (Gesangs-)Nummern und herzhaften Klamauk, charmiert dabei mit dem Publikum, bis man gar an die indische Lehre der Inkarnation glaubt. Eine rasante Gaudi! mst
 

„Der Bau“ am Münchner Volkstheater

Schauspiel nach der Erzählung von Franz Kafka
Inszenierung: Miriam Loibl
Premiere am 7. August 2020
Dauer: 1 Stunde, keine Pause 

Der Bau / Foto: Arno Declair

Ja gerade in Zeiten von Corona entwickelte sich eine Tendenz zur Isolation, angetrieben von der Angst vor Eindringlingen, die vielleicht etwas Gefährliches einschleppen könnten. Kafkas Fragment gebliebene Erzählung „Der Bau“ aus den 1920er Jahren wirkt gerade jetzt aktuell, geht es doch darin um ein (tierisches) Ich, das sich einen Ort unter der Erde zusammengebastelt hat, um sich vor der unsicher scheinenden Außenwelt zu verschanzen. Miriam Loibl inszeniert diesen Text im Volkstheater geschickt als Mischung zwischen Theaterspiel und Installation. Das Bühnenbild von Thilo Ulrich – ein hochragender, labyrinthischer Holzbau mit einigen Treppchen und Kammern – ist dabei ein toller, expressiv beleuchteter Spielplatz für die Ensemble-Mitglieder Jan Meeno Jürgens, Steffen Link und Pola Jane O’Mara. Sie wuseln und rutschen durch die Gänge, verharren in den Kammern, bringen Kafkas Worte präzise zum Klingen und vermitteln eine Paranoia, die noch verstärkt wird, als ein seltsames Geräusch die Ruhe im Bau stört… Ein außergewöhnlicher Abend, atmosphärisch dicht und richtig kafkaesk. mst

Premieren im Juli 2020

„Das hässliche Universum“ am Münchner Volkstheater

Schauspiel von Laura Naumann
Inszenierung: Sapir Heller
Premiere am 29. Juli 2020
Dauer: 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause 

Das hässliche Universum / Foto: Arno Declair

Wenn schon klar ist, dass die Menschheit bald untergehen wird, sollte man davor wenigstens noch mal tüchtig feiern. Ein bisschen was von Karneval hat es schon, wie vier der Ensemblemitglieder des Volkstheaters auf der großen Bühne auftreten. Denn Bühnen- und Kostümbildnerin Anna van Leen hat sie in Anlehnung an berühmte Vorbilder eingekleidet: Blond und glitzernd sieht Anne Stein aus wie Country-Star Dolly Parton, Nina Steils ist blümchengeschmückt eine Wiedergängerin von Frida Kahlo, Vincent Sauer hat Freddie Mercury intus und Silas Breiding erinnert in seiner Rüstung an Brad Pitt in „Troja“. Gemeinsam bilden die Vier eine Beerdigungs-Band anlässlich des nahenden Grabgangs dieser Welt und machen in 90 Minuten großartig Musik. So covern sie Songs von Tom Waits bis Bon Jovi aufs Feinste. Nina Steils fetzt ein Lied von Blur auf die Bühne, und Anne Stein legt ein furioses Diven-Solo hin. Dass die Handlung von Laura Naumanns Stück etwas wirr ist, spielt keine Rolle. Regisseurin Sapir Heller und ihr Ensemble machen aus „Das hässliche Universum“ eine höchst unterhaltsame Show! mst

„Die Goldberg-Variationen“ am Münchner Volkstheater

Komödie von George Tabori
Inszenierung: Christian Stückl
Premiere 24. Juli 2020
Dauer: 1 Stunde 45 Minuten, keine Pause 

Die Goldberg-Variationen / Foto: Arno Declair

In Zeiten von Corona sollte man flexibel sein, sonst geht alles, auch das Theater, vor die Hunde. Volkstheater-Intendant Christian Stückl ging mit seinem Team schon im Mai in die Sommerpause und eröffnet jetzt die neue Saison – mit Inszenierungen, die zum Teil im Biergarten vor dem Volkstheater stattfinden. Den Anfang macht nun George Taboris Stück „Die Goldberg-Variationen“, von Stückl „corona-tauglich“ inszeniert. Regisseur Mr. Jay (im Jogginganzug prollig und kettenrauchend wie Stückl: Pascal Fligg) will die Bibel für die Bühne adaptieren, erweist sich dabei als antisemitischer und sexistischer Despot. Sein Team gibt ihm jedoch gehörig Kontra, darunter eine Schauspiel-Diva (Luise Deborah Daberkow) und Regieassistent Goldberg (Mauricio Hölzemann), der zuletzt aber als Jesus ans Kreuz muss. Stückl holt ein bisschen die Oberammergauer Passionsspiele nach, die von 2020 auf 2022 verschoben werden mussten, und inszeniert ein witziges, mit treibender Live-Musik unterlegtes Spektakel über das Theater – und erneut, gegen den Antisemitismus. Ein toller Open-Air-Start! mst

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