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Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

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Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

Die historischen Räume der Villa Stuck:
Vollendete Inszenierung

Kulturführung in der Villa Stuck
Villa Stuck, Prinzregentenstrasse 60


Ausrufung des Katastrophenfalls: ab 16.3.20 bis 19.4.20 sind in Bayern keine Veranstaltungen mehr erlaubt, alle Führungen bis 19.4.20 entfallen.
Der Kartenbetrag wird Ihrem Kundenkonto gutgeschrieben. Die Karten müssen nicht an die Theatergemeinde zurück geschickt werden.

Dienstag, 24. März 2020, 12:30 - 14:30 Uhr, fällt aus!
Dienstag, 24. März 2020, 14:30 - 16:30 Uhr, fällt aus!

Leitung: Georg Reichlmayr


Die historischen Räume der Villa Stuck: Vollendete Inszenierung

Franz von Stuck (1863-1928) errichtete 1897/98 als 34-jähriger Maler, Graphiker und Bildhauer nach eigenen Entwürfen auf der Isaranhöhe seine außergewöhnliche Künstlervilla mit privaten Wohn- und Repräsentationsräumen sowie Künstleratelier. Das Haus ist höchster Ausdruck des Lebensgesamtkunstwerks des Künstlerfürsten. Das Vestibül, der Empfangssalon, Musiksalon, das Treppenhaus und das Atelier, bis ins Detail vom Künstler selbst entworfen, sind als Meisterwerke der Raumkunst erhalten. Der Bau der Villa Stuck verkörpert eine Architektur, die unmittelbar in die moderne Baukunst führt.

Alles ist von Stucks persönlichem Stil geprägt, dem es gelingt, Elemente aus Antike, Byzanz, Orient und Hochrenaissance zusammen mit neuesten Entwicklungen des späten 19. Jahrhunderts zu einem eigenständigen, höchst eigenwilligen Gesamtkunstwerk von internationalem Rang zu gestalten. Die Ausführung übertrug Stuck den Münchner Unternehmern Heilmann & Littmann. Der dreigeschossige Bau der Historischen Villa ist ein monolithischer Block von denkmalhafter Wirkung. Vier turmartige Eckrisalite betonen die kubische Form des Hauses. Zwei geschwungene Auffahrtsrampen führen zum bronzenen Eingangsportal, das ein Medusenhaupt schmückt. Es wird von einem mächtigen dorischen Säulenportikus überdacht, der zugleich Atelierterrasse ist. Die Historische Villa präsentierte sich zunächst mit einer strengen, undekorierten, weißen Fassade, der Stuck später einen Dekor aus schlichten Rechteckfeldern hinzufügte (zuerst in schwarz, später ockerfarben).

Überlebensgroße Kopien antiker Statuen bekrönen die Attika: der Herakles-Lansdowne (J. Paul Getty-Museum, Malibu), die sogenannte Pudicitia aus dem Vatikan, die Amazone des Polyklet in Berlin und der Ares Borghese des Louvre. Auf der Höhe der Attika hat Stuck vor 1909 zwei Relieffelder mit zwei aufeinander zuschreitenden Götterzügen eingelassen.

Ein galvanoplastischer Abguss der Kapitolinischen Wölfin, das antike Wahrzeichen der Stadt Rom aus dem 5. Jhdt. v. Chr., steht auf der stadtwärts gerichteten Balustrade der Pergola. Sie bewacht die Villa des Künstlerfürsten und bezeichnet die Vorliebe Stucks für die Antike. 1914/15 erweiterte Stuck die Villa um ein imposantes Ateliergebäude – mit großem Maleratelier im Obergeschoss und Bildhaueratelier im Erdgeschoss – sowie einem Dienstbotentrakt mit Garage, die er durch einen Zwischentrakt mit dem Villengebäude verband. Vom Gebäude abgeschirmt verbirgt sich auf der Rückseite ein Künstlergarten, der pompejianische Vorbilder mit Kunstwerken des 19. Jahrhunderts verbindet.

Im Jahr 1802 wurde das Bistum Freising, das zugleich auch Fürstbistum war, durch die Säkularisation aufgelöst und das Erzbistum München und Freising mit dem Sitz des Erzbischofs in München neu gegründet. Dafür musste eine repräsentative Kirche gefunden werden: die 1494 eingeweihte Pfarr- und Stiftskirche "Zu Unserer Lieben Frau". Mit "Dom" wird also eine Bischofskirche, die Haupt- und Mutterkirche eines Bistums, bezeichnet. "Frauenkirche" ist die praktische, aber doch liebevolle Verschmelzung des Titels der Schutzherrin, der Gottesmutter Maria, mit dem Kirchenbau der ehemaligen Pfarr- und Stiftskirche.

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Preis: € 15, zzgl. Eintritt € 4, erm. € 2

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