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Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

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Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

Premieren im Dezember 2019

Am Residenztheater feiert im Dezember wieder eine vom Theater Basel übernommene Produktion ihre Premiere: Thom Luz bringt Büchners „Leonce und Lena“ mit viel Musik von Beethoven bis Berg auf die Bühne. Außerdem inszeniert dort Claudia Bauer Peter Lichts satirische Neufassung von Molières „Der eingebildete Kranke“. An den Kammerspielen entwickelt der japanische Theatermacher Toshiki Okada, der zuletzt mit „No Sex“ von sich reden machte, mit dem Ensemble erneut ein Stück über bedenklich-skurrile Entwicklungen im zeitgenössischen Japan: „The Vacuum Cleaner“. Und ein schaurig-schönes Märchen für Erwachsene gibt es im Nationaltheater: Wenige Wochen nach ihrer Uraufführung in Kopenhagen feiert Hans Abrahamsens Oper „The Snow Queen“ in München Premiere, in einer Inszenierung von Andreas Kriegenburg. 

Leonce und Lena / Foto: Sandra Then

Residenztheater

Leonce und Lena
Schauspiel nach Georg Büchner
Inszenierung: Thom Luz
Premiere am 7. Dezember 2019

Die Figuren wirken wie Aufziehpuppen, fast traumwandlerisch gleiten sie durch den Saal, der an vergangenen Glanz erinnert. Leonce und Lena, die wohlstandsverwahrlosten Königskinder aus den Mini-Reichen Pipi und Popo, fliehen vor der arrangierten Ehe, bis sie sich – wie im Märchen – unerkannt ineinander verlieben und am Ende eben doch heiraten. Büchner freilich, der das Lustspiel 1836 parallel zum „Woyzeck“ geschrieben hat, bevor er ein Jahr später mit 23 gestorben ist, will kein Happy End. Deshalb schwebt die Frage nach dem Sinn des Daseins stets über all den collagenhaften Szenen, in denen sich eine seltsame royale Gesellschaft in heiterer Verzweiflung trifft. Dazu gibt es Büchners messerscharfe Sätze und witzige Wortspiele – und viel Musik, von Beethoven bis Berg. Thom Luz hat für seine Inszenierung, die von Basel ans Resi kommt, die zwei Teile eines zersägten Klaviers rechts und links auf die Bühne gestellt, ein Mann und eine Frau spielen darauf, einander fern und doch zusammengehörig wie Leonce und Lena. Ein besonderer Ton wird wohl diese Aufführung prägen!  sis

Residenztheater / Foto: Kellermann

Der eingebildete Kranke oder Das Klistier der reinen Vernunft
Schauspiel von Peter Licht nach Molière
Inszenierung: Claudia Bauer
Uraufführung am 20. Dezember 2019

Der Kölner Songpoet und Gesellschaftskritiker Peter Licht nimmt in seiner vierten Molière-Neudichtung den Körperkult und die Selbstoptimierung auf die Schippe. Er seziert dabei nicht nur den neoliberalen Gesundheitswahn unserer Tage, sondern auch den Umgang mit dem Tabu von Sterblichkeit und Tod in unserer Gesellschaft. Hypochonder leben angeblich länger, das meinte auch Molière in seiner genialen Komödie über Heilpraktiken und die Ärzteschaft. Doch Molière selbst ist, wie makaber, wenige Stunden nach der Uraufführung 1673, in der er schwerkrank die Hauptrolle seines eingebildeten Kranken spielte, bekanntlich gestorben. Für Claudia Bauer ist es der dritte Molière, den sie in Peter Lichts Fassung auf die Bühne bringt. Im April 2020 kommt sie dann mit "Tartuffe oder das Schwein der Weisen" nach München. Es spielen Pia Händler, Florian von Manteuffel, Antonia Münchow u.a. Das verspricht eine gesunde Dosis Gruselschauer und Gelächter.  avs

Münchner Kammerspiele

The Vacuum Cleaner
Schauspiel von Toshiki Okada
Inszenierung: Toshiki Okada
Uraufführung am 12. Dezember 2019

Wenn es privat wird, stellt man den Staubsauger (Vacuum Cleaner) an, denn die Wände sind dünn im Wohnblock. Wohnungen sind knapp und teuer in Japan. Die Jobs wackeln und sind schlecht bezahlt. Wenn die Eltern alt sind und die Pflege teuer, fragen sich gestandene Singles: Warum nicht weiter bei den Eltern wohnen? Rund eine Million erwachsene Japaner finden es auch allein zu Haus so bequem, dass sie nicht mehr nach draußen gehen. Nicht zur Arbeit, nicht zum Einkaufen. Die Hikikomori, auch bei uns inzwischen bekannt, minimieren freiwillig den Kontakt zur Gesellschaft. Die psychische Angststörung ist nah. Wer ist schuld? Eine "No-Future-Welt" oder das Netz? Regisseur Toshiki Okada ("No Sex"), einer der wichtigsten Theatermacher Asiens, entwickelt das Stück während der Proben zusammen mit dem grandiosen Ensemble: Thomas Hauser, Walter Hess, Annette Paulmann, Damian Rebgetz u.a. Das wird lustig, verspricht er.   avs

Münchner Kammerspiele / Foto: Andreas Pohlmann

Nationaltheater

The Snow Queen
Oper von Hans Abrahamsen
Libretto von Hans Abrahamsen und Henrik Engelbrecht nach dem Märchen von Hans Christian Andersen
Musikalische Leitung: Cornelius Meister
Inszenierung: Andreas Kriegenburg
Erstaufführung der Fassung in englischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln, Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Premiere am 21. Dezember 2019

Barbara Hannigan / Foto: Elmer de Haas

Zwei Kinder, Gerda und Kay, sind innig vertraut, wie füreinander bestimmt. Da sticht etwas Kay ins Herz und ins Auge, und schon sind sie einander entfremdet, als lebten sie in zwei verschiedenen Welten. Von der Schneekönigin entführt, verschwindet Kay dann auch leibhaftig aus Gerdas Leben. Sie beginnt eine lange Suche nach dem Freund, bis sie ihn in Schnee und Eis wiederfindet und mit ihren Tränen die teuflischen Splitter aus ihm herausweint. Um viele Erfahrungen reicher sind beide nun bereit, erwachsen zu werden. Hans Christian Andersens Märchen von der Schneekönigin ist Vorlage für Hans Abrahamsens erste Oper; der dänische Komponist hat sie, nach intensiver Beschäftigung mit dem Thema Schnee und lebenslanger Auseinandersetzung mit Andersens Märchen, von 2014 bis 2018 auf ein eigenes Libretto geschrieben: „Es sind sehr viele Schichten in dem Märchen. Man kann den Text auf verschiedene Arten lesen. Er enthält viele Geheimnisse, und man kann ihn auf viele Weisen deuten.“ Seine Musik mit ihren fein changierenden Strukturen und subtil veränderten Wiederholungen verleiht dem Text Tiefe und zugleich Leichtigkeit. Wenige Wochen nach der Uraufführung in Kopenhagen zeigt die Bayerische Staatsoper die Erstaufführung der englischen Fassung, in der die Sopranistin Barbara Hannigan – die Abrahamsen maßgeblich zur Komposition dieser Oper inspiriert hat – erstmals die Partie der Gerda übernimmt. Der Regisseur Andreas Kriegenburg inszeniert „The Snow Queen“ als Geschichte von Erwachsenen für ein erwachsenes Publikum, als eine Reise ins Innerste der menschlichen Seele.

 

TheaGe-Kritiken zu den Premieren der aktuellen Spielzeit 2019/20
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