TheaGe München Theater und Kultur in München - Anmelden und dabei sein
Theater und Kultur in München - Anmelden und dabei sein

Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

Premieren im Februar 2019

Im Februar 2019 wenden sich zwei der großen Münchner Schauspielhäuser der griechischen Mythologie zu: Im Volkstheater inszeniert Simon Solberg „Herakles“ frei nach Schiller, Hölderlin und anderen, und im Residenztheater bringt Ulrich Rasche „Elektra“ von Hofmannsthal auf die Bühne. Um eine andere Mythologie-Tradition geht es im Gärtnerplatztheater bei der Barockoper „King Arthur“. Zum ersten Mal seit der Rückkehr ins Stammhaus steht  im Gärtnerplatztheater diesen Monat außerdem Mozarts „Così fan tutte“ auf dem Spielplan. Im Nationaltheater gibt es eine besonders spannende Opern-Neuinszenierung: Carlus Padrissa von der katalanischen Aktionstheater-Compagnie La Fura dels Baus bringt die Oper „Karl V.“ des österreichisch-amerikansichen Komponisten Ernst Krenek auf die Bühne.

Münchner Volkstheater

Herakles
Schauspiel frei nach Schiller, Hölderlin und anderen
Inszenierung: Simon Solberg
Premiere am 7. Februar

Die antiken und biblischen Mythen haben es Simon Solberg offenbar stark angetan: Am Volkstheater inszenierte er unter anderem die Geschichte von Moses als wildes „Mash-up Musical“ (2012), gespickt mit Rap-Einlagen und popkulturellen Zitaten. Ähnlich heutig verfuhr er 2016 mit Homers „Odyssee“, indem er Odysseus als modernen Despoten zeigte und Bezüge zu aktuellen politischen Irrfahrten herstellte. Anything goes – dieses postmoderne Motto erfüllen die Mythenbearbeitungen des mittlerweile 40-jährigen Regisseurs mit Rasanz und Humor. Jetzt nimmt er sich eine Legende vor, die vor allem dank ihrer Muskelkraft in den Lauf der Welt eingreifen kann: „Herakles“ verspricht eine weitere anspielungsreiche Show zu werden, mit Max Wagner in der Titelrolle. Zu den sechs Spielern gehört Luise Deborah Daberkow, die als Zeus-Gattin Hera mörderisch eifersüchtig auf diesen unehelich gezeugten Spross ist. So ist Herakles von Anfang an kein leichtes Leben beschieden -seinen Abenteuern folgt Solberg über den Tod hinaus, mit einem sicherlich starken Ensemble.  mst

Residenztheater

Elektra
Schauspiel von Hugo von Hofmannsthal
Inszenierung: Ulrich Rasche 
Premiere am 15. Februar 

Immer sind sie in Bewegung, die Menschen in Ulrich Rasches Inszenierungen, auf riesigen Laufbändern wie in den Resi-„Räubern“, auf Walzen oder auf rotierenden Scheiben wie im vorigen Sommer bei den „Persern“ der Salzburger Festspiele. Mal marschieren sie im Gleichschritt, mal stemmen sie sich gegen das Tempo, mal sind sie Getriebene. Diese markante Handschrift hat Rasche zu einem der bedeutendsten Regisseure der vergangenen Jahre gemacht. Beeindruckend ist aber nicht nur seine Bühnentechnik, sondern auch die Ernsthaftigkeit, mit der er auf Sprache, Rhythmus und Melodie achtet. Zu unserem Glück dürfen wir ihn nun ein zweites Mal am Residenztheater erleben mit Hofmannsthals sprachlich ekstatischer Version des antiken Klassikers „Elektra“, 1903 uraufgeführt.  Alle Figuren kreisen um ein leeres Zentrum, um Agamemnon, der von seiner Frau Klytämnestra erschlagen wurde. Elektra, die Tochter der beiden, gespielt von der großartigen Katja Bürkle, will genau wie ihr Bruder Orest den Vater rächen. Uns erwartet ein Höhepunkt dieser Theatersaison! sis   

Gärtnerplatztheater 

King Arthur
Semi-Oper von Henry Purcell
Inszenierung: Josef E. Köpplinger
Musikalische Leitung: Andreas Kowalewitz
Spielzeitpremiere am 15. Februar 

Würde die gesamte Semi-Oper aus dem Jahr 1691 aufgeführt werden, würde sie einen halben Tag dauern! Die typische Form der englischen Barockoper, in der gesprochenes Drama mit gesungenen, getanzten und instrumentalen musikalischen Szenen verknüpft wird, dauert jetzt gestrafft etwas mehr als zwei Stunden. Der Inhalt scheint einfach: Der sagenhafte König Arthur kämpft gegen den heidnischen Sachsenkönig Oswald um die politische und religiöse Vorherrschaft, aber auch um seine geliebte Prinzessin Emmeline. Zum Personal gehören allerdings neben dem Zauberer Merlin diverse Geister und Nymphen. Unter der Regie von Thorsten Fischer spielt sich nicht weniger als eine „Zeitreise durch die Abgründe der Menschheit“ samt der „Utopie des friedlichen Zusammenlebens“ (br.12/16) auf der Bühne ab. In Chor und Solisten voll integriert agiert die Tanzkompagnie von Karl Alfred Schreiner, die musikalische Führung übernimmt der Chef des Chors des BR, Howard Arman. Die Produktion von 2016 verspricht auch 2019 ein aufregendes Theaterereignis mit vielen dekorativen und effektvollen Details zu werden!   sl

Così fan tutte
Dramma giocoso von W.A. Mozart
Inszenierung: Olivier Tambosi
Musikalische Leitung: Harish Shankar
Spielzeitpremiere am 24. Februar 

Das wahrlich spielerische Drama um Liebe und Treue ist wohl das spannendste und gleichzeitig der Lebenswirklichkeit nächste Werk, das Wolfgang Amadeus Mozart und sein Librettist Lorenzo da Ponte kongenial geschaffen haben. Hier geht es nicht nur um Rokoko-Tändeleien, wenn Don Alfonso seine Wette mit Ferrando und Guglielmo abschließt, in der es darum geht, ob die beiden Schwestern Fiordiligi und Dorabella wohl wirklich ihre Treueschwüre halten können. Es prickelt und knistert gewaltig – die Zofe Despina ist Alfonsos Mitwisserin und spielt das hintergründige Verwirrspiel mit überraschenden Entwicklungen nur zu gerne mit. Nicht umsonst stellt der Regisseur Olivier Tambosi mit dem Bühnenbildner Bengt Gomér und der Kostümbildnerin Carla Caminati die Geschichte wie eine Versuchsanordnung im Labor dar mit der Testanordnung Vernunft contra Instinkt – Jean-Jacques Rousseau lässt grüßen! Die Wiederaufnahme mit Mária Celeng und Valentina Stadler als die beiden Schwestern, sowie mit weiterem Staraufgebot dürfte mit Leichtigkeit an den Erfolg der Premiere von 2015 im Cuvilliéstheater anknüpfen.  sl    

Nationaltheater

Karl V.
Oper von Ernst Krenek
Inszenierung: Carlus Padrissa – La Fura dels Baus
Musikalische Leitung: Erik Nielsen
Premiere am 10. Februar

Anders als die hochkomplexen Zwölfton-Partituren Alban Bergs („Lulu“) oder Arnold Schönbergs („Moses und Aaron“) ist die ebenfalls in dieser Technik streng komponierte und aus einer einzigen Zwölfton-Reihe entstandene Oper „Karl V.“ von Ernst Krenek, die ebenfalls in frühen 1930er Jahren entstanden ist, weitaus zugänglicher. Denn sie handelt plastisch und bühnenwirksam vom gleichnamigen Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (1500-1558), der vergeblich versucht, seine Vorstellung eines christlichen Weltreichs gegen neue religiöse und nationalistische Bewegungen, Opportunismus und Machtgier durchzusetzen. Mannigfaltige musikalische Ausdrucksformen, die von verschiedenen Abstufungen zwischen Sprechen und Singen bis hin zu Arien, Duetten, großen Ensembles und Chören reichen, bedeuten für die Protagonisten enorme Herausforderungen – mit freilich großem Effekt.   klk                              

TheaGe-Kritiken zu den Premieren der aktuellen Spielzeit 2018/19
TheaGe-Kritiken zu den Premieren der vergangen Spielzeit 2017/18

 

 

 

  

Münchner Volkstheater / Foto: Maximilian Dörrbecker

Herakles-Regisseur Simon Solberg / Foto: Gabriela Neeb

Residenztheater München / Foto: Matthias Kellermann

Elektra-Darstellerin Katja Bürkle / Foto: Leonore Blievernicht


Gärtnerplatztheater München / Foto: Christian Pogo Zach

"King Arthur" im Gärtnerplatztheater München / Foto: Marie-Laure Briane

"Così fan tutte" im Gärtnerplatztheater München / Foto: Christian Pogo Zach

Bayersiche Staatsoper im Nationaltheater / Foto: Felix Löchner

Facebookseite der TheaGe TheaGe bei Twitter Google Plus - TheaGe München Wikipedia-Artikel über die Theatergemeinde München RSS Feed der TheaGe München

Unser Angebot Veranstaltungen Kultur-Extras Spielstätten Ihre TheaGe
Ihre Vorteile Suche & Bestellung TheaGe-Extras Deutsches Theater Kontakt
Kulturaufruf Last-Minute Tickets Kulturreisen Gasteig Newsletter
Nachmittags-Abo Oper in München Tagesfahrten Kammerspiele Formulare für Meldungen
Konzert-Abos Schauspiel in München Führungen Nationaltheater Außenstellen 
Familien-Abos Konzerte in München TheaGe in der Residenz Prinzregententheater Geschichte
Geschenk-Abos Tipps & aktuelle Meldungen 's Münchner Jahr Residenztheater Presse
Kultur-Gutschein Monatsprogramm Kino Treff Rio Volkstheater Partner und Links
Anmeldung Stückebeschreibungen Ihr Kultur-Bonus und viele mehr... Bund der Theatergemeinden
Werbeprämie        

 

Unsere Kulturpartner:

Deutsches Theater    Premieren im Februar 2019     Premieren im Februar 2019      Premieren im Februar 2019      Logo Münchner Kammerspiele     Premieren im Februar 2019       Premieren im Februar 2019    Premieren im Februar 2019       Premieren im Februar 2019        Premieren im Februar 2019     Logo In Muenchen     Logo Faust-Festival

und viele mehr...


Impressum | AGB | Widerruf  | Datenschutz | Sitemap