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Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

Premieren im Februar 2020

Große Frauentragödien prägen die Februar-Premieren: Am Residenztheater inszeniert Karin Henkel Euripides' „Medea“. Am Gärtnerplatztheater beschäftigt sich das neue Ballett „Salome tanz“ mit der skrupellosen biblischen Kindfrau Salome. Und an der Staatsoper geht es um „Judith“, die in Béla Bartóks Kompositionen dem sagenhaften „Herzog Blaubart“ in seine Burg folgt und hofft, dort allein durch ihre Liebe Finsterniss und Kälte zu überwinden.
Philosophisch aber nicht ganz so düster wird es an den Kammerspielen bei René Polleschs Inszenierung „Passing - It's so easy, was schwer zu machen ist“ mit dem Open Border Ensemble.

 

Residenztheater / Foto: Kellermann

Residenztheater

Medea
Schauspiel nach Euripides
Inszenierung: Karin Henkel
Premiere am 21. Februar 

Eine der wichtigsten Regisseurinnen im deutschsprachigen Raum setzt sich mit einer der berühmtesten Frauenfiguren der Weltliteratur auseinander: Karin Henkel inszeniert „Medea“. In ihrer ersten Arbeit für das „Resi“ will Henkel, die sieben Mal zum Berliner Theatertreffen eingeladen war und an den meisten großen Bühnen gefragter Regiegast ist, ihre Sichtweise des antiken Mythos darstellen, „nach Euripides“ lautet die Ankündigung. Medea ist eine widersprüchliche, schwer zu fassende Frau, Opfer und Täterin zugleich. Dem geliebten Jason, dem sie durch Verrat am Vater und Mord am Bruder zum Goldenen Vlies verholfen hat, ist sie nach Jahren der Flucht und mit zwei gemeinsamen Kindern ins Exil nach Korinth gefolgt. Doch als Jason die Königstochter Kreusa heiraten will, nimmt die Fremde, als die Medea in Griechenland immer gegolten hat, furchtbare Rache. Inzwischen kennen wir auch die großartigen neuen Schauspieler aus Basel besser: Die Titelrolle spielt Carolin Conrad („Der Riss durch die Welt“) , in weiteren Rollen sind Franziska Hackl und Nicola Mastroberardino zu sehen, die auch in den „Drei Schwestern“ brillieren.  sis

 

 

Münchner Kammerspiele / Foto: Andreas Pohlmann

Münchner Kammerspiele

Uraufführung am 29. Februar
Passing – It's so easy, was schwer zu machen ist
Schauspiel und Inszenierung von René Pollesch

„Warum war ich so glücklich? Ich hatte so einen banalen und schönen Alltag wie jedermann. Es war endlich mal langweilig, sowas kannte ich gar nicht. Es war einfach normal, und ich war zum ersten Mal glücklich. Natürlich waren wir beide nicht normal, aber zusammen irgendwie schon. Ich war so glücklich, ich kann es überhaupt nicht sagen. Vielleicht weil es mir so vorkam, als hätte das alles nebenan stattgefunden. Mir kam es so vor, als wäre ich in etwas hineingeraten, das nebenan stattfindet. Das war gar nicht meines, und deshalb war ich so glücklich. Das, was nebenan gesprochen wird, das kann man akzeptieren. Das ist wie im Theater. Die Leute gehen deshalb ins Theater, weil sie wissen, es passiert nebenan.“
René Pollesch macht auf der Bühne komplexe philosophische Ideen radikal körperlich und sinnlich erfahrbar macht. Diese Uraufführung wird vom Open Border Ensemble erarbeitet und gestaltet. Wir freuen uns auf ein aufregendes Spiel mit unserer Identität, das unser Denken von Fehleinschätzungen und geistigen Scheuklappen befreit und vielleicht neue Erkenntnisse bereithält.  avs/tg/ks

 

Gärtnerplatztheater / Foto: Sandra Kurig

Gärtnerplatztheater

Salome tanz
Ballett von Eyal Dado
Musikalische Leitung: Michael Brandstätter
Uraufführung am 28. Februar 2020

Die Ballettcompagnie des Gärtnerplatztheaters hat sich ganz der Avantgarde verschrieben – also ist es einleuchtend, dass auch die nächste Tanzpremiere eine Uraufführung ist. Der 1989 geborene israelische Choreograph Eyal Dado, der sich mit preisgekrönten Choreographien schon international einen Namen gemacht hat, nimmt sich in diesem Ballett der faszinierenden biblischen Kindfrau Salome an. Keiner kann ihrer aufreizenden Weiblichkeit widerstehen – allein der Gefangene ihres Stiefvaters Herodes, Johannes der Täufer, der das liederliche und sündhafte Leben am Hofe des Tetrarchen von Galiläa anprangert, verfällt nicht ihren Reizen. Das wiederum provoziert Salome  zum Äußersten: Sie fordert von Herodes als Belohnung für ihren Tanz den Kopf des Johannes. Der biblische Stoff reizte im letzten Jahrhundert durch seine erotisch-ekstatischste Brisanz schon viele Künstler und kann mit einer körperbetonten Deutung neue Akzente setzen. Die kreative Welt des modernen Tanztheaters bietet dafür beste Voraussetzungen.  sl

 

Nationaltheater / Foto: Wilfried Hösl

Nationaltheater

Judith: Konzert für Orchester / Herzog Blaubarts Burg
Konzert für Orchester in fünf Sätzen (1944) / Oper in einem Akt (1918)
von Béla Bartók
Musikalische Leitung: Oksana Lyniv
Inszenierung: Katie Mitchell

„Judith, willst du mir noch folgen?“ In Béla Bartóks erschütternder Version des sagenhaften Blaubart-Stoffes lässt der titelbegebende Herzog seiner Neuvermählten noch dreimal die Möglichkeit zur Umkehr. Dann schließen sich die Tore von Herzog Blaubarts Festung hinter den beiden, und Judiths Schicksal ist besiegelt. Béla Balázs Libretto verdichtet mit großer poetischer Kraft das Verhängnis einer Liebe: Durch deren Kraft will Judith die Finsternis und Kälte von Blaubarts Feste erhellen und erwärmen und so Blaubart selbst vor der Verzweiflung retten, die ihn umgibt. Weil sie ihn liebt, so sagt sie, will Judith alle Geheimnisse des Herzogs kennen, und darum verlangt sie auch von ihm die Schlüssel zu den verschlossenen Türen der Festung, einen nach dem anderen. Mit jeder Tür gibt Blaubart den Blick auf einen Teil seiner Burg, seines Reiches, seiner Persönlichkeit frei, und überall sind Spuren, die auf etwas Schreckliches und Unausweichliches verweisen: Auf das Geheimnis hinter der siebten Tür.
Béla Bartók schrieb seine einzige Oper im Alter von dreißig Jahren, noch unter hörbarem Einfluss von Zeitgenossen wie Claude Debussy. Die Musik ist dabei immer ganz nah an der Sprache – auch dort, wo diese versagt. Die sieben Zimmer in Herzog Blaubarts Burg und das Grauen dahinter komponiert und orchestriert Bartók bis zur Fühlbarkeit.
In seinem Konzert für Orchester, das unmittelbar nach der Flucht aus Europa in den USA als existenzsicherndes Auftragswerk entstand, verwendete Bartók mehr als dreißig Jahre später wiederum Motive aus Herzog Blaubarts Burg. Kurz vor seinem Tod überarbeitete Bartók das Konzert noch einmal entscheidend. In der Produktion von Katie Mitchell wird diese letzte Fassung zu hören sein.

 

TheaGe-Kritiken zu den Premieren der aktuellen Spielzeit 2019/20
TheaGe-Kritiken zu den Premieren der vergangenen Spielzeit 2018/19

 

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