TheaGe München Theater und Kultur in München - Anmelden und dabei sein
Theater und Kultur in München - Anmelden und dabei sein

Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

Premieren im März 2019

Die großen Münchner Schauspielhäuser bringen diesen Monat allesamt zeitgenössische Stücke auf die Bühne, die sich auf andere Werke aus Literatur, Film und Theater beziehen: In den Kammerspielen inszeniert Stefan Pucher eine Bühnenversion der französische Romantrilogie um den gescheiterten Rock'n'Roller Vernon Subutex. Im Volkstheater beschäftigt man sich in „Die lächerliche Finsternis“ mit den Themen aus Joseph Conrads Roman „Das Herz der Finsternis“ und Francis Ford Coppolas darauf basierendem Film „Apocalypse Now“. Und das Residenztheater bringt mit „Eine göttliche Komödie – Dante versus Pasolini“ und „Die Bakchen – Lasst uns tanzen“ zwei Klassiker-Adaptionen auf die Bühne, die immer wieder um die Schuld und Verantwortung kreisen. Im Musiktheater steht Puccini hoch im Kurs: Das Gärtnerplatztheater zeigt eine Neuinszenierung von „La Bohème“, die Bayerische Staatsoper im Nationaltheater die selten gespielte Puccini-Oper „La fanciulla del West“.

Münchner Kammerspiele

Das Leben des Vernon Subutex
Schauspiel nach der Romantrilogie von Virginie Despentes
Inszenierung: Stefan Pucher
Premiere am 28. März 2019

Kein Geld, kein Glaube, kein Erfolg, kein Sex, aber auch keine Revolution – das ist, was die mit spitzer Feder gezeichneten Typen verbindet, die um den Plattenladen-Pleitier Vernon Subutex herumdriften. Der einst coole Rock'n'Roller mäandert als charmanter Couch-Surf-Nomade durch Frust und Verzweiflung seines dissonanten Lebens. Dabei helfen ihm seine verbliebenen Gefährten. Sie tun allerdings nichts gegen das Lebensmodell, an dem sie leiden, sondern attackieren sich wechselseitig. Steht am Ende eine neue Art von Miteinander? Die Literatursensation Frankreichs von 2017 ist ein Parforceritt voller Wut, Witz und Pop durch die brisanten Gesellschaftsthemen unserer Zeit: gespaltene Gesellschaft und Wutbürger, soziale Medien und Vereinsamung, Rechtsruck und Islam, neoliberaler Kapitalismus und Abstieg der Mittelschicht. Eine Welt ohne sinnstiftenden Kern. Stefan Pucher („Satansbraten“, „América“, „Wartesaal“) inszeniert das MUST der Spielzeit – hoffen wir!   avs

Münchner Volkstheater/ Kleine Bühne 

Die lächerliche Finsternis
Schauspiel von Wolfram Lotz
Inszenierung: Lukian Guttenbrunner
Premiere am 14. März 2019

Wolfram Lotz' Bearbeitung „Die lächerliche Finsternis“ basiert auf Joseph Conrads „Herz der Finsternis“ und Francis Ford Coppolas „Apocalypse Now“ und wurde ursprünglich als Hörspieltext konzipiert. Das Stück wurde 2015 mit dem Nestroy-Theaterpreis ausgezeichnet und von der Zeitschrift „Theater heute“ zum „Deutschsprachigen Stück des Jahres“ gewählt.
Hauptfeldwebel Oliver Pellner und Unteroffizier Stefan Dorsch werden von der deutschen Bundeswehr nach Afghanistan entsandt, um den verschollenen Oberstleutnant Karl Deutinger aufzuspüren. Wahnsinnig geworden inmitten der endlosen Wildnis soll Deutinger seine beiden Kameraden umgebracht haben, die mit ihm als Spezialeinheit auf eine streng geheime Mission geschickt wurden. Nun muss er selbst sterben. So der Auftrag der deutschen Bundeswehr. Vor dem Landgericht Hamburg steht zur gleichen Zeit der somalische Pirat Ultimo Michael Pussi angeklagt, der der Einfachheit halber Deutsch spricht und auch ansonsten den gängigen Afrika-Klischees nicht so recht entsprechen möchte. Reverend Carter dagegen ist auf christlicher Mission unterwegs, um gegen das grausame Verhüllungsgebot exotischer Schönheiten vorzugehen. Die Reise der beiden Offiziere ins Coppola-Conradsche „Herz der Apokalypse“ führt zu allerhand skurrilen Begegnungen, die mit entlarvendem Humor die vermeintliche Fremdheit der Anderen als Produkt von Kolonialismus, Globalisierung und westlich-exotistischer Phantasien zeigt.

Residenztheater

Eine göttliche Komödie – Dante versus Pasolini
Schauspiel von Federico Bellini
Inszenierung: Antonio Latella
Uraufführung am 22. März 2019

Kann uns der Dichter und Regisseur Pier Paolo Pasolini den philosophischen Großdichter des Mittelalters Dante Alighieri näher bringen und umgekehrt? Pasolinis bis heute rätselhafte Ermordung am Strand von Ostia bei Rom ist der Ausgangspunkt einer Spurensuche nach dem Sinn von Leben und Tod. Der mehrfach preisgekrönte Regisseur Antonio Latella, seit 2017 Schauspieldirektor der Biennale in Venedig, fragt in der Uraufführung des Stücks von Federico Bellini nach dem Göttlichen in unserer Existenz, nach der Verkettung von Schuld, Sühne und Errettung, nach den Grenzen unseres Daseins. Pasolini, die geniale Ikone der italienischen Literatur- und Filmgeschichte der 50er bis 70er Jahre, ist dabei der Fluchtpunkt einer Reise, die von Dantes Göttlicher Komödie, vom Inferno der neun Höllenkreise und dem Fegefeuer zu den neun Himmeln des Paradieses und bis in die Moderne führt, auch von der Sprache der Literatur zum Idiom der Vorstädte. Zwei Genies in einem Stück – hingehen!  avs

Cuvilliéstheater/ Residenztheater

Die Bakchen – Lasst uns tanzen
Schauspiel mit Musik und Tanz von Peter Verhelst nach Euripides
Inszenierung und Choreographie: Wim Vandekeybus
Uraufführung am 15. März 2019

Was würde sich besser eignen für Tanz und Spiel als die „Bakchen“, die als Anhänger des Dionysos im Gebirge von Theben ekstatisch dem Gott huldigen? In der Uraufführung des vom flämischen Schriftsteller Peter Verhelst neu bearbeiteten Euripides-Dramas erwartet den Zuschauer deshalb auch eine Art Gesamtkunstwerk. Die Inszenierungen des 55-jährigen Belgiers Wim Vandekeybus bewegen sich stets zwischen den verschiedenen Genres, und so wird er für die „Bakchen“ mit seiner Tanzkompagnie „Ultima Vez“ und Schauspielern des Residenztheaters zusammenarbeiten. Live-Musik und Live-Malerei sind ebenfalls angekündigt. Pentheus, der junge Herrscher von Theben, der gegen den alten Glauben und für eine bessere, vom Verstand geleitete Welt eintritt, muss erleben, dass sich die Bürger seiner Stadt lieber von Dionysos an- und verführen lassen, dem gekränkten Gott, der alle Grenzen sprengt. Als ihm auch Pentheus‘ Mutter Agaue verfällt, macht sich der Herrscher, verkleidet als Frau, auf in die Berge – zu einem tödlichen Spiel. Freuen wir uns auf den besonderen Abend!  sis

Gärtnerplatztheater

La Bohème
Oper von Giacomo Puccini
Musikalische Leitung: Anthony Bramall
Inszenierung: Bernd Mottl
Premiere am 28. März 2019

Nachdem die beliebte Inszenierung von Otto Schenk im Nationaltheater doch schon in die Jahre gekommen ist – Premiere war 1969! – ist es sicher an der Zeit, die berührende Puccini-Oper im neuen Gewand und nun im Gärtnerplatztheater auf die Bühne zu bringen. Der Intendant des Hauses, Josef E. Köpplinger, hat als Regisseur Bernd Mottl verpflichtet, der seinen guten Ruf durch vielbeachtete Arbeiten in der Sparte Musiktheater auf europäischen Bühnen erworben hat. Die Geschichte der schwindsüchtigen Mimi, die zufällig ins Leben des Malers Marcello tritt, ihre Ärmlichkeit und die gleichzeitige überschäumende Lebenslust des Künstlerlebens mit tiefer Liebe und Eifersucht, lässt mit seinem traurig-rührenden Ende kein Publikum kalt. Chefdirigent Anthony Bramall wird das Orchester leiten, das Ensemble glänzt mit einer großen Anzahl international renommierter und prämierter Sänger, darunter Camille Schnoor, Mária Celeng und Lucian Krasznec, die die Hauptpartien singen werden. Ein Fest der Publikumslieblinge ist programmiert!   sl

Nationaltheater

La fanciulla del West
Oper von Giacomo Puccini
Musikalische Leitung: James Gaffigan
Inszenierung: Andreas Dresen
Premiere am 16. März 2019

Eine Szene voll Melancholie und Trauer: Den Goldgräbern in Puccinis Oper „La fanciulla del west“ nach David Belascos Drama „The Girl of the Golden West“ ist von ihrer Hoffnung auf Reichtum nichts mehr anzusehen. Die bittere Realität ist ein trostloses Arbeiterleben. Nur mühselig schürfen sie ein wenig Gold zusammen – zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig. Allein Minnie, die einzige Frau im Lager und Barfrau und Autoritätsperson in einem, vermag es, ein wenig Trost und Zuneigung zu verbreiten. Auch sie sehnt sich nach der einzigen und reinen Liebe.
Doch der mysteriöse Neuankömmling birgt ein dunkles Geheimnis. Er ist Hauptmann einer brutalen Räuberbande, auf den ein Kopfgeld ausgesetzt ist. Gibt es in einer solch unwirtlichen Welt die Möglichkeit, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen, neu zu beginnen oder gar Verzeihung zu erlangen? Und Puccini spitzt mit avancierter, hochemotionaler Klangdramaturgie die Oper auf die Frage zu, was stärker sei: Recht oder Liebe?

                     

TheaGe-Kritiken zu den Premieren der aktuellen Spielzeit 2018/19
TheaGe-Kritiken zu den Premieren der vergangen Spielzeit 2017/18

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Münchner Kammerspiele / Foto: Gabbriela Neeb

 

 

 

 

Münchner Volkstheater / Foto: Maximilian Dörrbecker

 

 

 

 

Residenztheater München / Foto: Matthias Kellermann

 

Cuvilliéstheater / Foto: Wikimedia Creative Commons, Luc

 

 

 


Gärtnerplatztheater München / Foto: Christian Pogo Zach

 

 

 

 

Bayersiche Staatsoper im Nationaltheater / Foto: Felix Löchner

Facebookseite der TheaGe TheaGe bei Twitter Google Plus - TheaGe München Wikipedia-Artikel über die Theatergemeinde München RSS Feed der TheaGe München

Unser Angebot Veranstaltungen Kultur-Extras Spielstätten Ihre TheaGe
Ihre Vorteile Suche & Bestellung TheaGe-Extras Deutsches Theater Kontakt
Kulturaufruf Last-Minute Tickets Kulturreisen Gasteig Newsletter
Nachmittags-Abo Oper in München Tagesfahrten Kammerspiele Formulare für Meldungen
Konzert-Abos Schauspiel in München Führungen Nationaltheater Außenstellen 
Familien-Abos Konzerte in München TheaGe in der Residenz Prinzregententheater Geschichte
Geschenk-Abos Tipps & aktuelle Meldungen 's Münchner Jahr Residenztheater Presse
Kultur-Gutschein Monatsprogramm Kino Treff Rio Volkstheater Partner und Links
Anmeldung Stückebeschreibungen Ihr Kultur-Bonus und viele mehr... Bund der Theatergemeinden
Werbeprämie        

 

Unsere Kulturpartner:

Deutsches Theater    Premieren im März 2019     Premieren im März 2019      Premieren im März 2019      Logo Münchner Kammerspiele     Premieren im März 2019       Premieren im März 2019    Premieren im März 2019       Premieren im März 2019        Premieren im März 2019     Logo In Muenchen     Logo Faust-Festival

und viele mehr...


Impressum | AGB | Widerruf  | Datenschutz | Sitemap