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Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

Premieren im März 2020

Das 19. Jahrhundert ist in den großen März-Premieren genauso präsent wie das 20. Knut Hamsuns politisch hochaktuelles Stück „Spiel des Lebens“, das Stephan Kimmig am Residenztheater inszeniert, spielt zur Jahrhundertwende und beschäftigt sich mit dem Aufkommen faschistischer Ideologie. Tony Kushners Gesellschaftsstück „Engel in Amerika“, das ebenfalls am Resi seine Münchner Premiere feiert, zeichnet ein beeindruckendes Porträt der 1980er Jahre.
Am Volkstheater bringt Mirja Biel Flauberts großen Frauenroman „Madame Bovary“ aus dem 19. Jahrhundert auf die Bühne. Und an der Staatsoper gibt es eine Neuinszenierung von Giuseppe Verdis „I masnadieri“ (Die Räuber) von 1847.

 

Residenztheater / Foto: Kellermann

Residenztheater

Spiel des Lebens
Schauspiel von Knut Hamsun
Inszenierung: Stephan Kimmig
Premiere am 20. März 2020

Der schriftstellernde Außenseiter Ivar Kareno (Max Mayer) grübelt über den neuen Zeitgeist. Er ist Hauslehrer der beiden Söhne des Unternehmers Otermann, der seinerseits an seinem Reichtum irre wird. Es ist Ende des 19. Jahrhunderts, die politische Debatte ist ein Pulverfass. Die Vision einer liberalen, demokratischen und offenen Gesellschaft macht Hoffnung. Sie wird hart bekämpft von der aufkeimenden faschistischen Ideologie, die für Despotie und das Recht des Stärkeren steht. Kareno, in seiner Jugend von der antiliberalen Rechten geprägt, kommt mit dem rasanten Wandel in der Gesellschaft nicht zurecht, auf den er aus dem Elfenbeinturm seiner Denkwerkstatt herabblickt. Er fühlt sich ausgegrenzt von der tonangebenden Elite der Gesellschaft, die ihn um die verdiente Anerkennung betrogen hat. Frappierend aktuelle Anklänge sind das bei Knut Hamsun, dem Literaturnobelpreisträger von 1920. Regisseur Stephan Kimmig („Plattform“, „Liliom“) bringt sie in seiner Inszenierung für uns auf den Punkt.  avs

Engel in Amerika / Foto: Sandra Then

Engel in Amerika
Schauspiel von Tony Kushner
Inszenierung: Simon Stone
Premiere am 27. März 2020
Dauer: 5 Stunden 30 Minuten, drei Pausen

Mitte der 1980er-Jahre: Der Ausbruch der Krankheit Aids erschüttert New York. Louis, Sprössling einer jüdischen Großfamilie, verlässt panisch seinen erkrankten Freund Prior und kommt mit dem konservativen mormonischen Anwalt Joe zusammen. Dessen medikamentenabhängige Frau Harper flüchtet sich daraufhin in ihren Träumen ins ewige Eis, seine strenggläubige Mutter Hannah reist aufgebracht aus Salt Lake City an. Der machtbesessene und zynische Republikaner Roy Cohn, ebenfalls Anwalt, behauptet bis zu seinem letzten Atemzug, weder schwul noch an Aids erkrankt zu sein, und liefert sich sogar noch am Sterbebett heftige Wortgefechte mit dem schwarzen Pfleger Belize. Und dann bricht durch Priors Schlafzimmerdecke ein Engel. Tony Kushners von Fantasie überbordendes Theaterepos, das 1993 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde, stammt aus der Geburtsstunde des Neoliberalismus, der Reagan-Ära. „Engel in Amerika“ ist auch heute die immer noch gültige, schonungslose Analyse einer Gesellschaft, die einen kollektiven Infekt in sich trägt und damit ringt, dessen Existenz zu akzeptieren. Dass Kushner darin mit Roy Cohn dem ehemaligen Anwalt des zurzeit amtierenden US-Präsidenten ein literarisches Denkmal setzte, ist dabei weit mehr als ein Augenzwinkern der Zeitgeschichte. Der australische Regisseur Simon Stone liest Kushner aus der Perspektive unseres Jahrtausends, in dem der neoliberale Geist sich unwidersprochen in allen Lebensbereichen eingenistet hat. Seine mit dem Nestroy-Preis ausgezeichnete Inszenierung kommt nun nach München.  resi/pr

 

Münchner Volkstheater

Madame Bovary
Schauspiel nach dem Roman von Gustave Flaubert
Inszenierung: Mirja Biel
Premiere am 29. März 2020

Bovary-Darstellerin Henriette Nagel / Foto: Gabriela Neeb

Mit Arbeitsverhältnissen ist es ähnlich wie mit privaten Beziehungen: Man sollte dem anderen schon Vertrauen schenken und sich zusammen vergnügen können, damit das gemeinsame Band über längere Zeit hält. Das Volkstheater hat diesbezüglich eine tolle Beziehungspolitik: Gerade Ensemble-Neuzugänge bekommen oft schon im ersten Jahr Hauptrollen – ein absoluter Vertrauensbeweis. Henriette Nagel, geboren 1992 in Berlin und in Leipzig ausgebildet, ist seit August im Ensemble, hat die Tochter von Shylock im „Kaufmann von Venedig“ gespielt und war Teil der heiteren Floh-Bagage in „Am Wiesnrand“. Und schon darf sie jetzt Madame Bovary spielen, die berühmte Romanfigur von Gustave Flaubert, in einer Inszenierung von Mirja Biel, die zuletzt mit „Alles Weitere kennen Sie aus dem Kino“ eine zeitgemäße Variante von Euripides‘ „Die Phönizerinnen“ lieferte. Ähnlich wie schon die Frauen in der Antike kämpft die Bovary um ihre Selbstbestimmung, will sich von ihrem langweiligen Ehemann, einem Landarzt, befreien und flüchtet sich deshalb in diverse Affären. Eine große Rolle für Henriette Nagel! mst
 

Nationaltheater

I masnadieri 
Oper von Giuseppe Verdi
Inszenierung: Johannes Erath
Musikalische Leitung: Michele Mariotti
Premiere am 8. März 2020

Nationaltheater / Foto: Wilfried Hösl

„I masnadieri“ (Die Räuber) sind 1847 Giuseppe Verdis zweite Schiller-Vertonung nach „Giovanna d’Arco“ (Johanna von Orleans, 1845) und vor „Luisa Miller“ („Kabale und Liebe“, 1849) sowie „Don Carlos“ (1867): Karl Moor, Anführer brandschatzender Räuber wurde von seinem Bruder Franz verleumdet und daher vom Vater verstoßen. Er ist hin und her gerissen zwischen seiner Liebe zu Amalie und Männern, die in einer Welt ohne Gesetze, in der ein paar Reiche vielen Armen gegenüberstehen, keine Skrupel mehr kennen. Von diesem Dilemma zermürbt, tötet er am Ende diese Frau und übergibt sich selbst dem Schafott. Komponiert unmittelbar nach „Macbeth“, besitzen „I masnadieri“ nicht durchgehend dessen musikalische Qualität, weisen aber dennoch viele bemerkenswerte, auch dramaturgisch gelungene Momente auf. 2008 fand die bemerkenswerte Münchner Erstaufführung am Gärtnerplatztheater statt, erst jetzt ist Verdis Frühwerk erstmals an der Bayerischen Staatsoper zu erleben - unter der musikalischen Leitung von Michele Mariotti, der vor drei Jahren eine sensationelle „Semiramide“ von Rossini am Nationaltheater dirigierte. klk

 

TheaGe-Kritiken zu den Premieren der aktuellen Spielzeit 2019/20
TheaGe-Kritiken zu den Premieren der vergangenen Spielzeit 2018/19

 

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