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Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

Premieren im November 2018

Im November wird es an den großen Münchner Theatern erstaunlich "klassisch". Shakespeare-Stoffe gibt es sowohl im Nationaltheater als auch im Gärtnerplatztheater: Die Staatsoper bringt Verdis "Otello" in einer Inszenierung von Amélie Niermeyer neu auf die Bühne, und im Gärtnerplatztheater feiert das Ballett "Romeo und Julia" der isländischen Choreografinnen Erna Ómarsdóttir und Halla Ólafsdóttir Premiere. Die Schauspielhäuser widmen sich Theatertexten aus dem 20. Jahrhundert: Im Volkstheater inszeniert Christian Stückl Horváths Weltwirtschaftskrisen-Drama "Glaube Liebe Hoffnung", und im Residenztheater setzt Anne Lenk Becketts "Endspiel" neu in Szene.

Münchner Volkstheater

Glaube Liebe Hoffnung
Schauspiel von Ödön von Horváth
Inszenierung: Christian Stückl
Premiere am 30. November 2018

Mitten in der Weltwirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit der 30er Jahre kämpft die junge Elisabeth um ihre Existenz. Als Vertreterin für feine Damenwäsche versucht sie sich durchzuschlagen, benötigt dafür jedoch einen Wandergewerbeschein für 150 Mark. Entschlossen, sich nicht unterkriegen zu lassen, bietet sie dem Anatomischen Institut ihre Leiche zum Verkauf an. Erfolglos, denn Leichen gibt es zu Hauf in diesen schwierigen Zeiten. Der Präparator des Instituts leiht ihr schließlich die 150 Mark, nicht wissend, dass Elisabeth damit ein Bußgeld begleichen muss, weil sie in der Vergangenheit ihr Gewerbe ohne Lizenz ausgeübt hat. Als die Wahrheit ans Licht kommt, wird Elisabeth zu einer Haftstrafe verurteilt. Arbeitslos und vorbestraft landet Elisabeth in einem Teufelskreis: ohne Arbeitserlaubnis keine Arbeit, ohne Arbeit kein eigenes Einkommen, ohne eigenes Einkommen keine Chance auf ein rechtschaffenes Leben. Selbst die Liebe zu dem Polizisten Alfons scheitert an Elisabeths Vergangenheit, die sie bei jedem ihrer Schritte verfolgt, wie ein Schatten. Am Ende verliert Elisabeth ihren Glauben, ihre Liebe und die Hoffnung in einer Gesellschaft, die den Einzelnen lieber zugrunde gehen sieht, als ihre Vorstellung von Recht und Gerechtigkeit in Frage zu stellen.

Residenztheater

Endspiel
Schauspiel von Samuel Beckett
Inszenierung: Anne Lenk
Premiere am 16. November 2018

Die Welt ist zugrunde gerichtet, die Natur ist verloren. Was bleibt? Das Spiel, sagt Beckett. Zwischen Leben und Tod steht das absurde Wechselspiel von permanenter Illusion und Enttäuschung, von Ernst und Komik. Schlimme Wahrheiten verwandeln sich in Parodie. Es gibt nur noch die eigene Innenwelt. Sieht so das Überleben der letzten vier Menschen aus? Hamm (Oliver Nägele), blind und lahm, herrscht über den Proviant. Sein Diener Clov (Franz Pätzold) ist jedoch der einzige, der ihn pflegen kann. Denn Hamms Eltern Nell (Ulrike Willenbacher) und Negg (Manfred Zapatka) stecken beinlos in Mülltonnen. Anne Lenk ("Das goldene Vlies") inszeniert ein tragikomisches Schauspielerfest über Träume und Alpträume, Sehnsucht und Erlösung. Lachen wir darüber, rät uns Beckett. avs

Gärtnerplatztheater

Romeo und Julia
Ballett von Erna Ómarsdóttir und Halla Ólafsdóttir 
nach William Shakespeare
Musik: Sergej Prokofjew
Premiere am 22. November 2018

Die weltberühmte Geschichte des tragischen Liebespaares hat in Schauspiel, Oper und Ballett ihren festen Platz: Shakespeare, Gounod und John Cranko, der zur Prokofjew-Partitur choreografierte, sind nur einige Beispiele, wie die Liebesgeschichte zweier Kinder verfeindeter Elternhäuser, die durch Unverständnis und tragische Zufälle ihr Glück nur eine Nacht erleben dürfen, auf der Bühne darstellbar ist. Nun hat sich Erna Ómarsdóttir zur Musik Prokofjews des Stoffes angenommen. Die junge Choreografin aus Island, die in Belgien zeitgenössischen Tanz studierte, etliche Stücke für australische Ensembles erarbeitet hat und diese schon in Europa aufführen konnte, ist künstlerische Leiterin der Icelandic Dance Company und wurde mehrfach von der Zeitschrift "tanz" ausgezeichnet. In ihren Arbeiten ist die Nähe zu William Forsythe und Pina Bausch erkennbar, die Zusammenarbeit mit dem Pop-Künstler Ben Frost hat ebenfalls ihre Auffassung von Körpersprache geprägt. Wir haben allen Grund, auf die Uraufführung im Gärtnerplatztheater gespannt zu sein. sl

Nationaltheater

Otello
Oper von Guiseppe Verdi
Musikalische Leitung: Kirill Petrenko
Inszenierung: Amélie Niermeyer
Premiere am 23. November 2018

"Otello" ist auch dank der prägnanten, musikdramaturgisch perfekten Shakespeare-Adaption von Arrigo Boito ein dichtes, nahezu durchkomponiertes italienisches Musikdrama, dessen "Nummern" wie das Liebesduett "Desdemona-Otello" am Ende des ersten Akts, Jagos nihilistisches "Credo" oder das Gebet der ihren Tod ahnenden Desdemona im vierten Akt organisch aus dem Geschehen erwachsen. Mit Jonas Kaufmann als von Eifersucht in den Wahnsinn getriebener Schwarzer und Anja Harteros als seine Desdemona steht einmal mehr das Traumpaar der Bayerischen Staatsoper auf der Bühne. Die Schauspiel-Regisseurin Amélie Niermeyer hat schon mehrmals – am Nationaltheater in Donizettis "La Favorite" – bewiesen, wie präzise und sinnlich sie Musiktheater inszenieren kann. Mit Kirill Petrenko hat sie einen nicht minder scharfsinnig denkenden und geschärft die Musik modellierenden Dirigenten an ihrer Seite. klk

TheaGe-Kritiken zu den Premieren der aktuellen Spielzeit 2018/19
TheaGe-Kritiken zu den Premieren der vergangen Spielzeit 2017/18

 

 

  

 

 

 

 

 Volkstheater / Foto: Wikimedia Creative Commons, Maximilian Doerrbecker

 

  

 

 

Residenztheater München / Foto: Matthias Kellermann

 


Gärtnerplatztheater München / Foto: Christian Pogo Zach

 
 

 

 

Bayerische Staatsoper im Nationaltheater / Foto: Felix Löchner

 

 

 

 

 

 

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