TheaGe München Theater und Kultur in München - Anmelden und dabei sein
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Theatergemeinde
München

Theatergemeinde
München

Premieren im November

Volkstheater-Foyer / Foto: TheaGe

Bayerische Staatsoper / Bayerisches Staatsballett

Cinderella

Ballett
Choreographie: Christopher Wheeldon
Musik: Sergej Prokofjew
Musikalische Leitung: Gavin Sutherland
Premiere am 25. November 2021

Nach seinem Familienballett "Alice im Wunderland" kehrt Choreograph Christopher Wheeldon mit seiner Version von "Cinderella" ans Bayerische Staatsballett zurück. Auf die Komposition von Sergej Prokofjew hat Wheeldon, Artist des Royal Ballet, erneut ein einfallsreiches und liebenswertes Handlungsballett für alle Generationen geschaffen. In seiner Choreographie bleibt er der Grimm'schen Märchenvorlage vom "Aschenputtel" treu: Über 40 Tänzerinnen und Tänzer erzählen die Geschichte des armen Mädchens mit der bösen Stiefmutter - rauschende Bälle, zierliche Schuhe und ein hartnäckiger Prinz inklusive. Wheeldon gelingt es, mit Witz und Fantasie eine Welt zu zeichnen, in der sich dem Zuschauer nicht nur die Figuren unmittelbar erschließen, sondern auch die dahinterliegenden assoziierten Themen wie Verwandlung und Entwicklung. Es ist die Art, wie er den Bühnenzauber mit anspruchsvollen tänzerischen Aufgaben verknüpft, die seine Arbeiten einzigartig macht.

Gärtnerplatztheater

Anna Bolena

Oper von Gaetano Donizetti
Halbszenische Aufführung 
Musikalische Leitung: Howard Arman
Premiere am 25. November 2021

Anna Bolena / Foto: Marie-Laure Briane

Machtstreben und Intrigen, wankelmütige und inbrünstige Liebe mit tödlicher Folge - das gab es auch schon am Hofe Heinrichs VIII. im England um 1536: Anna Bolena, die zweite Frau des Königs, muss einer Konkurrentin, Jean Seymour, weichen - dem König sind alle Mittel dazu recht. Dieses Szenario wird in Donizettis großartiger Belcanto-Oper mit Spannung thematisiert. Diese liegt im Wechselspiel der Dialoge, auch der Chor hat als "Volk" einen wichtigen Part. So ist die Entscheidung des Regisseurs Maximilian Berling, die Oper semikonzertant auf die Bühne zu bringen, durchaus schlüssig. Die schwarzen, stilisiert elisabethanischen Kostüme (Inge Schäffner) und das Bühnenbild sind schlicht, das geschickt eingesetzte Requisit der allmächtigen Krone und die Videoproduktionen im Hintergrund spiegeln die Stimmungslage der Handlung perfekt wider. Selbst die Notenpulte der Sänger werden zu Teilen der Choreographie. sl

Residenztheater/ Cuvilliéstheater

Agnes Bernauer

Schauspiel von Franz Xaver Kroetz
Inszneierung: Nora Schlocker
Premiere am 18. November 2021
Cuvilliéstheater

Bernauer-Darstellerin Antonia Münchow / Foto: Lucia Hunziker

Agnes Bernauer - ihr Name ist bei uns bestens bekannt, besonders von Carl Orffs „bairischem Stück“. Doch mit der historischen Geschichte von der schönen Baderstochter, ihrem Geliebten Herzog Albrecht III. und ihrem Tod in der Donau hat die Kroetzsche Adaption, uraufgeführt 1977 in der DDR, wenig am Hut. Eher passt seine Agnes zu den Frauenfiguren einer Marieluise Fleißer oder Lena Christ, auch wenn das Leben der mittellosen jungen Frau wie ein Märchen beginnt. Ihr „Prinz“ und Ehemann wird der Unternehmersohn Albrecht aus der reichen Familie Werdenfels, die ihr Vermögen durch die prekäre Heimarbeit ihrer Angestellten macht. Als Agnes den Missstand in Begegnungen mit den Arbeiter*innen entdeckt und von ihrem Schwiegervater vergebens gerechten Lohn fordert, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Die Augen verschließen und im goldenen Käfig bleiben oder in eine ungewisse Zukunft aufbrechen? Agnes‘ „Emanzipation durch Empathie“ (Residenztheater) inszeniert Nora Schlocker mit Antonia Münchow in der Titelrolle. Endlich mal wieder ein Kroetz in München! sis

Münchner Kammerspiele

Eure Paläste sind leer (all we ever wanted) (UA)

Schauspiel von Thomas Köck
Regie: Jan-Christoph Gockel
Premiere am 13. November 2021

Ein namenloses Ich durchmisst die Ruinen einer untergegangenen Zivilisation, immer stand es an der Seite der Mächtigen, wurde gehört, ohne aber je selbst zu entscheiden. In den verlassenen Palästen tauchen Geister der Vergangenheit auf: Unter der Fahne der Kirche segelnd treiben europäische Konquistadoren mit ihrer räuberischen Suche nach Eldorado die von Europa ausgehende Ausbeutung des Planeten voran. Andere taumeln, von Opiaten betäubt, zwischen Kollaps und Explosion hin und her. Zunehmend überlagern sich die Zeitebenen, bis auf den Trümmern etwas Neues entsteht. Wie immer in seinen Werken sucht Thomas Köck in der Geschichte nach den Wurzeln für die Fehlentwicklungen unserer Gegenwart. Mit dieser Inszenierung von Jan-Christoph Gockel beginnen die Kammerspiele eine längerfristige Zusammenarbeit mit dem Dramatiker, der als erster Autor zweimal in Folge den Mülheimer Dramatikerpreis gewann.

Münchner Kammerspiele

Jeeps (UA)

Schauspiel von Nora Abdel-Maksoud
Inszenierung: Nora Abdel-Maksoud
Premiere am 21. November 2021

Enterbt werden kann erstaunlich lustig sein. Jedenfalls wenn die grandiose Gro Swantje Kohlhoff als Silke, Designerin für "Laptops in Lederhosen", alle Register und einen Fernzünder zieht, um noch an die Hinterlassenschaft ihres Vaters zu gelangen. Eine Erbrechtsreform hat nämlich die Nachkommen vermögender Eltern in eine missliche Lage gebracht: Jede Erbschaft geht an den Staat, der sie dann verlost. Und ausgerechnet das Jobcenter in Person von Gabor und Armin soll Lottofee spielen. Welten prallen aufeinander, hier die Amtsbürokratie, dort die gescheiterte Autorin Maude, deren Erlös vom Pfandflaschensammeln von ihrer Grundsicherung abgezogen wurde, und davor die Warteschlange der Yuppies. Die soziale Ungleichheit - bis zu 400 Milliarden Euro werden jährlich in Deutschland vererbt - erfährt in der rasanten, rabenschwarzen Komödie der Münchnerin Nora Abdel-Maksoud eine satirische Zuspitzung, die niemanden schont.

Münchner Volkstheater

cloud*s*cape (UA)

Eine Trap-Oper von Tobias Frühauf
Inszenierung: Philipp Wolpert
Premiere / Uraufführung am 19. November 2021
Bühne 2

Antifuchs / Foto. Janina Wagner

Eigentlich hat Tobias Frühauf Industriekaufmann gelernt, um doch bald auf den Trichter zu kommen, dass er am liebsten fürs Theater schreibt. Philipp Wolpert hingegen debütierte bereits mit 14 Jahren als „Deutschlands jüngster Musiktheaterkomponist und Regisseur“, wie in seiner Internet-Bio zu lesen ist. Beide, der 27-jährige Frühauf und der 24-jährige Wolpert, machen seit 2017 unter ihrem
Heilbronner Theaterlabel „Tacheles & Tarantismus“ gemeinsame Sache. Dabei verbinden sie in ihren „Trap-Opern“ klassische Repräsentationsformen mit zeitgenössischer Musik. Im Trap, einer US-Südstaaten-Variante des Hip Hop, gibt vor allem der Drumcomputer den (schleppenden) Takt vor, die Bassdrums dröhnen tief, die Stimmen sind in die Dunkelheit heruntergepitcht. In seinem neuen Stück „cloud*s*cape“, das im Volkstheater uraufgeführt wird, nimmt sich Tobias Frühauf die Eliten von Heute vor, den von ihnen mitverursachten Klimawandel, die Protestbewegungen der Jugend. Wolpert inszeniert und fünf Spieler*innen werden mit Rapperin Antifuchs auch musikalisch live performen. mst

Münchner Volkstheater

Der Selbstmörder

Schauspiel von Nikolai Erdman
Inszenierung: Claudia Bossard
Premiere am 6. November 2021
Bühne 1

Selbstmörder-Darsteller Lorenz Hochhuth / Foto: Gabriela Neeb

In diesem Stück geht es erstmal buchstäblich um die Wurst. Der arbeitslose Semjon Podsekalnikow wacht nachts auf und will heimlich ein Stück Leberwurst verdrücken. Als ihn seine Frau Mascha dabei erwischt, entbrennt ein Ehestreit, bei dem Mascha es mit der Angst zu tun bekommt: Könnte Semjon sich aus Scham über seine Erwerbslosigkeit etwa selbst umbringen? Semjon gefällt dieser Gedanke – und plötzlich macht die Nachricht die Runde, dass er sich demnächst das Leben nehmen wird. Was einen Priester und einen Intellektuellen auf den Plan bringt, die beide seinen Tod jeweils für ihre Zwecke nutzen wollen, aber auch einen Schlachter und eine Dame, die meint, er könne sich doch aus Liebe zu ihr umbringen … Mit seinem zweiten Stück „Der Selbstmörder“ (1928) hat der in Moskau geborenen Dramatiker und Autor Nikolai Erdman eine große Satire auf die Selbstsucht der Menschen geschrieben. Im Volkstheater inszeniert nun Claudia Bossard die morbide Komödie, an deren Ende der Lebenswille steht: Denn dem „Selbstmörder“ Semjon ist sein Dasein bald doch nicht ganz wurscht … mst

 

 

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