TheaGe München Theater und Kultur in München - Anmelden und dabei sein
Theater und Kultur in München - Anmelden und dabei sein

Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

Premieren im Oktober 2019

Im Oktober beginnt der Spielbetrieb im Residenztheater, das unter neuer Intendanz in die Saison 2019/20 startet. Auf der großen Bühne des Hauses planen der neue Resi-Chef Andreas Beck und sein Team allein im Oktober vier Premieren: zwei russische Klassiker (Gorkis „Sommergäste“ und Tschechows „Drei Schwestern“), eine bekannte Komödie (Dumas' „Die drei Musketiere“) und eine Uraufführung von Ewald Palmetshofer („Die Verlorenen“). Die Kammerspiele bringen eine „Re-Performance“ des letzten Nirvana-Konzerts, das 1994 in München stattfand, auf die Bühne. Im Gärtnerplatztheater feiern eine Neuinszenierung von Orffs Kammeroper „Die Kluge“ und eine szenische Umsetzung von Händels Oratorium „Der Messias“ ihre Premiere. Und die Staatsoper wartet mit der Ballett-Neuproduktion „Coppélia“ nach E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“ auf.

Drei Schwestern im Resi / Foto: Sandra Then

Residenztheater

Die Verlorenen
Schauspiel von Ewald Palmetshofer
Inszenierung: Nora Schlocker 
Uraufführung am 19. Oktober 2019

Was ist der Mensch? Wie leben wir, wie agieren wir, was sind unsere Werte? Unter eine sehr grundsätzliche Überschrift stellt Andreas Beck, der neue Intendant des Residenztheaters, seine erste Spielzeit. Zum Auftakt im großen Haus bringt der österreichische Dramatiker Ewald Palmetshofer in seinem Auftragswerk für das Residenztheater „Die Verlorenen“ auf die Bühne: Clara, ihren Ex und dessen neue Frau, die Kinder, die Eltern, aber auch die Frau mit dem krummen Rücken und den Mann mit der Trichterbrust. Alte, die keiner mehr wahrnimmt, ein Teenager, der weggeht, eine Frau, die an den Ort ihrer Kindheit zurückkehrt. Ihnen allen sei die Selbstverständlichkeit, Mensch zu sein, verloren gegangen. „Nach niemands Abbild sind sie geschaffen. Der Himmel ist leer, und die Geschöpfe auf Erden sind ganz auf sich allein gestellt“, schreibt Palmetshofer, dessen Stücke sich durch eine komplexe,   musikalische „Sprachpartitur“ auszeichnen, oft im jambischen Metrum. Nora Schlocker, von nun an  Hausregisseurin, inszeniert mit bekannten und neuen Darstellern. Begrüßen wir sie voll Vorfreude! sis

Die drei Musketiere
Schauspiel nach Alexandre Dumas
Bearbeitung: Antonio Latella und Federico Bellini
Inszenierung: Antonio Latella
Residenztheater im Cuvilliéstheater
Premiere am 20. Oktober 2019

Die Vier tragen pastellfarbene Anzüge mit Rautenmuster, so grüßt von fern Arlecchino. Latellas Bearbeitung des weltberühmten Mantel- und Degen-Romans soll an die Commedia dell’arte erinnern. Aus dem Stoff entwickelt der Regisseur einen lustigen Schlagabtausch, ausgetragen „mit Worten, Waffen und viel italienischer Anarchie“, wie es zur Übernahme der Inszenierung aus Basel, der früheren Wirkungsstätte des neuen Resi-Intendanten Andreas Beck, heißt. Verwirrend ist es schon: Eigentlich sind die legendären Drei ja Vier, d’Artagnan kann sich bekanntlich einen Platz  an der Seite von Athos, Porthos und Aramis erkämpfen. Doch wie steht es um diese Freundschaft? Alle für einen oder doch jeder für sich? Wer ist überhaupt „der eine“ und wer sind „alle“? Da verwandeln sich die vier Schauspieler blitzschnell  in ihre eigenen Diener und Pferde, sie singen, steppen, fechten, fragen sich:  Hat man Freunde, weil es bequem ist, oder aus Notwendigkeit? Antonio Latella, Theaterintendant der Biennale Venedig, und seine bestens gelaunten Akteure werden uns bestimmt eine hochnotkomische Antwort geben. sis

Sommergäste
Schauspiel von Maxim Gorki
Inszenierung: Joe Hill-Gibbins
Premiere am 25. Oktober

Im Sommerhaus von Rechtsanwalt Bassow (Robert Dölle) trifft sich eine Handvoll Bildungsbürger. Es ist ein historischer Wendepunkt, 1905, am Vorabend der Russischen Revolution. Die Frauen geben den Ton an. Während die saturierten Sommerfrischler die noble Zerstreuung und gepflegte Langeweile zelebrieren, schwingen Bassows Frau Warwara (Brigitte Hobmeier) und die Ärztin Marja die Fahne der politischen Verantwortung. Ein besseres Leben für alle, lautet das proklamierte Ziel. Diese Sommergäste haben sich in ihrem traditionsverhafteten Leben gut eingerichtet. Sind sie willens und in der Lage, aus ihrer gewohnten Komfortzone zu treten, vielleicht sogar etwas zu riskieren, um an einer gerechteren Gesellschaft mitzuwirken? Wollen sie die überlebte Klassengesellschaft über¬winden und eine neue, vielleicht freiheitlichere Gesellschaftsform, ein besseres Leben für alle schaffen? Und wir heute? Wie weit sind wir fähig und bereit, unseren Wohlstand, unser Know-how und Engagement für allgemeine gesellschaftliche Interessen einzusetzen? Spannend heutige Fragen in einem Klassiker mit glänzenden Dialogen und lebensnahen Charakteren.  avs

Drei Schwestern
Schauspiel von Simon Stone nach Anton Tschechow
Inszenierung: Simon Stone
Premiere am 30. Oktober

Olga (Barbara Horvath), Mascha (Franziska Hackl) und Irina (Liliane Amuat) träumen sich aus ihrem edel matten Landhausfrust in die City, wo der Bär steppt. Dort warten Freiheit, Liebe, Kultur und Lebenssinn - das hoffen die charmant vergrübelten Bürger eines Wohlstands im Abschwung. „Nach Moskau!“, das soll es bringen. Auch wenn die Ideen von Fortschritt und Gerechtigkeit abgewirtschaftet haben, Humanität ein Auslaufmodell ist. Und heute? Stecken wir schon im Kollaps unserer demokratischen Weltordnung, unserer aufgeklärten Sinnarchitektur? Simon Stone macht aus dem russischen Klassiker des vorrevolutionären Stillstands, der Regiegrößen wie Andreas Kriegenburg und zuletzt Susanne Kennedy faszinierte, eine dynamisch heutige Wohlstandssatire. Klug, ambivalent und unterhaltsam. Seine Baseler Inszenierung wählte „Theater heute“ zum „Stück des Jahres 2017“. Es geht um den Clinch mit der Banalität des Alltags, um unsere Hoffnungen und die Angst vor Einsamkeit und Verzweiflung in Zeiten von Trump und dem Niedergang der Linken. Es geht ums Ganze.  avs

Münchner Kammerspiele

Nirvanas Last
Schauspiel von Damian Rebgetz
Inszenierung: Damian Rebgetz
Uraufführung am 24. Oktober 2019

„Nirvana“ feiert Auferstehung in den Kammerspielen. Ausgerechnet in München, im Terminal des ehemaligen Flughafens Riem, hatte die weltberühmte US-amerikanische Band am 1. März 1994 ihren letzten Auftritt. Einen Monat später wurde Kurt Cobain, der legendäre Sänger und Gitarrist, tot in seiner Wohnung in Seattle gefunden. „Nirvana“ gilt mit 75 Millionen verkaufter Alben als beste Rockband der 90er Jahre, die Songs sind unsterblich und den Namen Cobain kennt jeder. Was als Rebellion gegen den Musikbetrieb, als Stilisierung des weißen Antihelden begonnen hatte, ist Mainstream geworden. Der australische Schauspieler Damian Rebgetz, dem Kammerspiele-Publikum aus vielen Rollen vertraut, hat auch klassischen Gesang studiert und inszeniert nun sein erstes musiktheatralisches Projekt am Haus. Zusammen mit dem Pianisten und Komponisten Paul Hankinson will er die im 19. Jahrhundert zur Blüte gelangte Tradition des deutschen Kunstlieds und die Songs, die „Nirvana“ beim letzten Konzert in München gespielt hat, einander gegenüberstellen. Für Musik- und Theaterfans!  sis

Münchner Volkstheater

Der Kaufmann von Venedig
Schauspiel von William Shakespeare
Inszenierung: Christian Stückl
Premiere am 27. Oktober 2019

Ein Pfund Menschenfleisch als Pfand für dreitausend Dukaten. Um Geld für seinen Freund Bassanio aufzutreiben, der in Belmont um die reiche Portia werben möchte, geht der Kaufmann Antonio ein bizarres Geschäft ein: Ein Stück aus seinem Leib darf ihm der Wucherer Shylock herausschneiden, sollte er den Kredit nicht zurückzahlen können. Antonio akzeptiert, denn sind seine Schiffe erst zurückgekehrt, schwimmt er im Geld. Der Einsatz auf dem Schuldschein sei ohnehin nur Spaß, behauptet Shylock. Insgeheim jedoch hasst er Antonio, mit ihm die ganze venezianische Gesellschaft, die ihn, den Juden, seit je mit Füßen tritt und nur an seinem Geld interessiert ist. Als seine Tochter Jessica mit dem Christen Lorenzo durchbrennt, sieht Shylock rot. 
“Der Kaufmann von Venedig“ ist Christian Stückls einzige Regiearbeit der Spielzeit 2019/20 am Volkstheater

Gärtnerplatztheater

Die Kluge
Kammeroper von Carl Orff
Nach dem Märchen „Die kluge Bauerntochter“ der Gebrüder Grimm
Reduzierte Fassung für 15 Instrumentalisten von Wilfried Hiller und Paul Leonard Schäffer
Uraufführung der reduzierten Fassung am 2. Oktober 2019

Wieder einmal hat das Orchester des Gärtnerplatztheaters die Gelegenheit, seine Vielseitigkeit unter Beweis zu stellen. Bei der ersten Premiere der neuen Spielzeit kommen unter anderen Instrumenten auch Ratsche, Schelle, Tamburin, Tamtam, Steinspiel oder Sandrasseln und – nicht zu vergessen – ein hell klingendes, kleines Trömmelchen zum Einsatz. Carl Orff war ein Meister der volksliedhaften Instrumentierung. Damit lässt er seine einaktige Oper „Die Kluge“ auf der Bühne in allen Klangfarben schillern und untermalt damit sein selbst verfertigtes Libretto. So ist auch die Geschichte im Volksgut beheimatet, zu deren Vorlage das Grimmsche Märchen „Die kluge Bauerstochter“ diente. Hier tauchen Fragen auf wie: Sind Ehrlichkeit mit Klugheit immer vereinbar? Wie passen Klugheit und Liebe zueinander? Was hat mehr Kraft: Macht oder Klugheit? Der junge österreichische Regisseur Lukas Wachernig wird uns auf der Studiobühne seine Antworten zeigen und Sophie Mitterhuber ihre Klugheit in Spiel und Stimme beweisen.   s.l.

Der Messias
Oratorium von Georg Friedrich Händel
Libretto von Charles Jennens nach der Bibel
Szenische Fassung von Torsten Fischer
Mit Texten aus Colm Tóibíns „Marias Testament“
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Premiere am 10. Oktober 2019

In nur drei Wochen schuf Georg Friedrich Händel die wohl berühmteste geistliche Komposition der Welt. Vor allem der große „Halleluja“-Chor zählt zu den bekanntesten und populärsten Musikstücken aller Zeiten. Ausschließlich aus Bibelzitaten hat der Librettist Charles Jennens ein dreiteiliges Oratorium zusammengestellt, das von der Erfüllung der alten Verheißungen durch die Heilsgeschichte Jesu Christi berichtet. Und bis heute wirft es Fragen auf: Warum kommt Jesus selbst nicht zu Wort? Warum wird hauptsächlich das Alte Testament zitiert und damit Jesu Wirken fast ausschließlich aus Prophezeiungen vor seiner Zeit erzählt? Und wer endlich ist dieser „Messias“, dieser „Gesalbte“, der lange vorhergesagt und so nachhaltig unsere Welt und unsere Kultur beeinflusst hat? Regisseur Torsten Fischer und Choreograf Karl Alfred Schreiner stellen sich der Herausforderung, dieses unergründliche, reflexive aber wenig erzählende Werk in Szene zu setzen und den großen Fragen des Glaubens nachzugehen.

Nationaltheater

Coppélia 
Ballett-Neuproduktion
Choreographie: Roland Petit
Musik: Léo Delibes
Leitung: Anton Grishanin
Premiere am 20. Oktober

Alles fängt damit an, dass ein Mann sich eine Frau erschafft – eine Holzpuppe, die zum Leben erweckt werden soll. Dr. Coppélius heißt der sehnsüchtige einsame Schöpfer, eine Art Magier, ein Hexenmeister im fortgeschrittenen Alter mit Frankenstein-Komplex. Roland Petits Choreographie von „Coppélia“ stellt sich den spannenden Fragen um blinde Liebe und der Idealisierung des perfekten Menschen mit Humor und ironischem Augen¬zwinkern. Das Ballett, das 1870 nach E.T.A Hoffmanns literarischer Vorlage „Der Sandmann“ mit Musik von Léo Delibes uraufgeführt wurde, spielt in Petits Version in einer Garnison Ende des 19. Jahrhunderts. Synchronisierte Formationen der Soldaten treffen auf stilisiert affektierte Bewegungen der Frauen – sind wir nicht alle ein bisschen Marionette?
 

TheaGe-Kritiken zu den Premieren der aktuellen Spielzeit 2019/20
TheaGe-Kritiken zu den Premieren der vergangenen Spielzeit 2018/19

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Residenztheater / Foto: Kellermann

 

 

Andreas Beck / Foto: Lucia Hunziker

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Münchner Kammerspiele / Foto: Gabriela Neeb

 

 

 

Münchner Volkstheater / Foto: Maximilian Dörrbecker

 

 

 

 

 

 


Gärtnerplatztheater / Foto: Christian Pogo Zach

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nationaltheater / Foto: Felix Löchner

 

 

 

 

 

 

Facebookseite der TheaGe TheaGe bei Twitter Instagram - TheaGe München YouTube - TheaGe München Wikipedia-Artikel über die Theatergemeinde München RSS Feed der TheaGe München

Unser Angebot Veranstaltungen Kultur-Extras Spielstätten Ihre TheaGe
Ihre Vorteile Suche & Bestellung TheaGe-Extras Deutsches Theater Kontakt
Kulturaufruf Last-Minute Tickets Kulturreisen Gasteig Newsletter
Nachmittags-Abo Oper in München Tagesfahrten Kammerspiele Formulare für Meldungen
Konzert-Abos Schauspiel in München Führungen Nationaltheater Außenstellen 
Familien-Abos Konzerte in München TheaGe in der Residenz Prinzregententheater Geschichte
Geschenk-Abos Tipps & aktuelle Meldungen 's Münchner Jahr Residenztheater Presse
Kultur-Gutschein Monatsprogramm Kino Treff Rio Volkstheater Partner und Links
Anmeldung Stückebeschreibungen Ihr Kultur-Bonus und viele mehr... Bund der Theatergemeinden
Werbeprämie        

 

Unsere Kulturpartner:

Deutsches Theater    Premieren im Oktober 2019     Premieren im Oktober 2019      Premieren im Oktober 2019      Logo Münchner Kammerspiele     Premieren im Oktober 2019       Premieren im Oktober 2019    Premieren im Oktober 2019     Premieren im Oktober 2019     Logo In Muenchen     Premieren im Oktober 2019

und viele mehr...


Impressum | AGB | Widerruf  | Datenschutz | Sitemap