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Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

Premieren im Oktober

Im Oktober startet das Münchner Volkstheater im spektakulären Neubau im Schlachhofviertel mit drei Premieren in die Spielzeit 2021/22: Edward II. unter der Regie von Christian Stückl und den Uraufführungen „Unser Fleisch, unser Blut“ von Jessica Glause und „Gymnasium. Eine Highschool-Oper“ von Bonn Park. An den Kammerspielen geht es in „Like Lovers Do (Memoiren der Medusa)“ um Verfühurng und Unterwerfung und am Residenztheater in „Die Wolken, die Vögel, der Reichtum“ und in „Graf Öderland“ um Gier und Jähzorn. Und an der Bayerischen Staatsoper gibt es eine Neuinszenierung der Oper „Die Nase“, eines grellen, satirischen Geniestreichs des jungen Dmitri Schostakowitsch.

Volkstheater-Foyer / Foto: TheaGe

Münchner Kammerspiele

Like Lovers Do (Memoiren der Medusa)

Schauspiel von Sivan Ben Yishai
Insznierung: Pinar Karabulut
Premiere am 9. Oktober 2021

Eine musikalische Schau der Paarbeziehungen quer durch Epochen und Kulturen, das könnte spannend werden. Es geht los mit dem altgriechischen Mythos von Medusa, der schlangenhaarigen geflügelten Monsterfrau, bei deren Anblick zu Stein erstarrt, wer ihr nicht rechtzeitig den Kopf abschlägt. Das gelingt erst Perseus, der damit seine Macht erhält. Gewalt und die Kraft des Stärkeren geben seit jeher den Ton an in den patriarchalen Geschlechtermodellen, schließlich wurde schon Medusa dafür bestraft, dass Poseidon sie im Athene-Tempel vergewaltigte. Aber auch Liebeslieder und Träume spiegeln hier sinnlich die erotischen Normen von Liebe, Sex, Verführung und Unterwerfung. Es spielen und singen Gro Swantje Kohlhof, Jelena Kuljic, Wiebke Puls und andere, die Regisseurin Pinar Karabulut inszeniert die Uraufführung, ein Stück der israelischen Theaterregisseurin Sivan Ben Yishai aus Berlin. avs

Wiebke Puls / Foto: Joseph Beyer

Residenztheater / Cuvilliéstheater

Die Wolken, die Vögel, der Reichtum (UA)

Schauspiel von Thom Luz nach Motiven von Aristophanes
Inszenierung: Thom Luz
Premiere am 10. Oktober 2021
im Cuvilléstheater

Die Schwerpunkte „Gier, Geiz und Gesang“ verspricht Hausregisseur Thom Luz für seine musikalische Inszenierung, in der er drei Komödien des Aristophanes weiterentwickelt. Auch heute, 2400 Jahre später, geht es um Geld, Macht und den eigenen Vorteil. Hat der die besten Chancen, der gelehrt tut und am geschicktesten argumentiert? In der Komödie „Wolken“ jedenfalls versucht ein verschuldeter Bauer seinen missratenen Sohn in die Denkerbude des Sokrates bringen. Und in den bekannteren „Vögeln“ errichten zwei Athener gemeinsam mit den gefiederten Tieren den freien Staat Wolkenkuckucksheim - bis einer der beiden sich zum Alleinherrscher macht. Mit deftiger Sprache und deutlichen Anspielungen hielt der griechische Komödiendichter seinen Zeitgenossen den Spiegel vor. Den Wolken aber, diesen flüchtigen Gebilden, seien unsere menschlichen Dramen egal, sagt Luz. Sie ziehen einfach über uns hinweg. Der „ausgewiesene Wolkenexperte“ muss es wissen. sis

Münchner Volkstheater

Edward II.

Schauspiel von Christopher Marlowe
Inszenierung: Christian Stückl
Premiere am 15. Oktober 2021
Bühne 1

In aller Pracht steht er nun da, der Neubau des Volkstheaters, und macht Lust auf frische, aufregende Theatererlebnisse. Der termingerecht und im Rahmen des veranschlagten Budgets von 131 Millionen verwirklichte Entwurf des Architektenbüros Lederer Ragnarsdóttir Oei führt mit seinem Mauerwerk den Look des Schlachthofviertels kongenial weiter und lockt mit strahlenden Farben ins Foyer, von dem aus man zu den drei Bühnen des Hauses gelangt. Intendant Christian Stückl startet den Eröffnungsreigen selbst mit seiner Inszenierung von „Edward II.“ auf der Bühne 1. Das Stück von Shakespeare-Zeitgenosse Christopher Marlowe ist derzeit en vogue; P?nar Karabulut, Hausregisseurin an den Kammerspielen, hat es zuletzt in eine dreiteilige Webserie für das Schauspiel Köln verwandelt. Das an die Historie angelehnte Spiel dreht sich um Edward, der im Jahre 1307 englischer König wird und den Hof mit seinen homosexuellen Neigungen in Aufruhr versetzt. Stückl hat diesen Stoff schon lange im Auge gehabt und packt ihn jetzt an neuer Wirkungsstätte an, mit Jan Meeno Jürgens in der Titelrolle. mst

Edward II.-Darsteller Jan Meeno Jürgens im Volkstheater / Foto: Gabriela Neeb

Münchner Volkstheater 

Unser Fleisch, unser Blut (UA)

Schauspiel von Jessica Glause
Inszenierung: Jessica Glause
Premiere am 16. Oktober 2021
Bühne 2

Wenn das neue Volkstheater schon im Schlachthofviertel beheimatet ist, dann sollte man diese Gegend gleich mal ausgiebig beleuchten, oder? Das hat sich jedenfalls Jessica Glause gedacht, die dort selbst seit über zehn Jahren wohnt. Den „Bauch der Stadt“ nennt man das Viertel auch – mehr Graffitis und Underground-Flair findet man in München sonst wohl nirgends. An der alternativen Kreativ-Szene hat Glause jedoch gar nicht so viel Interesse, sondern will an den (historischen) Schlachthof-Kern heran. Für ihre Stückentwicklung „Unser Fleisch, unser Blut“ haben sie und ihr Team bereits Metzger, Bauern und Veterinäre interviewt, ja, auch ein Slow-Food-Koch war unter den Gesprächspartnern dabei. Sie gaben Auskunft: über die Zucht, das Schlachten, die Fleischzubereitung und die moralischen Fragen, die sich auftun, wenn Tiere ihr Leben für unser leibliches Wohl lassen. Dabei soll die kritische Analyse unseres neoliberalen Systems unterhaltsam verpackt rüberkommen: Die Darstellenden schlüpfen auch in Tierkostüme, und Soundkünstler Joe Masi steuert Neu-Komponiertes live bei. mst

Münchner Volkstheater

Gymnasium. Eine Highschool-Oper (UA)

Schauspiel von Bonn Park und Ben Roessler
Inszenierung: Bonn Park
Premiere am 17. Oktober 2021
Bühne 1

Der deutsch-koreanische Regisseur Bonn Park wird derzeit als einer der spannendsten Theatermacher gehandelt, nicht nur in Deutschland: Der 34-Jährige inszenierte unter anderem in Belgrad, Seoul und Hamburg, hat bereits mehrere Preise gewonnen, wurde bei der Kritikerumfrage des Magazins „Theater heute“ zum „Nachwuchsregisseur des Jahres 2019“ gekürt und 2020 mit „Das Deutschland“ zum Festival „Radikal jung“ eingeladen, das aber pandemiebedingt ausfallen musste. Nun bestreitet Park die dritte Saisonpremiere am neuen Volkstheater und experimentiert dabei, unterstützt von Komponist Ben Roessler, mit Elementen der Populär- und Hochkultur. So trägt sein neues Werk „Gymnasium“ die Gattungsbezeichnung „Highschool-Oper“ und taucht dementsprechend ins US-Schulmilieu ein, wo Himmel und Hölle des Teenager-Daseins Hand in Hand gehen. Park nimmt sich dieses seltsame Biotop, diese prägende Zeit mit acht Ensemblemitgliedern vor, in Kooperation mit der Orchesterakademie der Münchner Philharmoniker und dem Landesjugendchor. Das kann ja (musikalisch) heiter werden… mst

Residenztheater

Graf Öderland

Eine Moritat in 12 Bildern von Max Frisch
Inszenierung: Stefan Bachmann
Premiere am 22. Oktober 2021

Warum wird Staatsanwalt Martin zum Wutbürger? Ein Mord ohne Motiv geschieht und schießt den erfolgreichen Bürger aus seiner Umlaufbahn. Unerträglich ist auf einmal alles, die überregulierte Zivilgesellschaft und der politische Machtfilz, der Hyper Konsum und die Karrierezwänge. Martin greift zur Axt. Er wird zum mythischen Befreiungshelden Graf Öderland für diejenigen, die sich zu kurz gekommen fühlen, die prekären Existenzen der Wohlstandsgesellschaft. Treibt Martin das Ideal einer besseren Gesellschaft in den Gewaltrausch, oder die Lebensgier und Sehnsucht nach privater Freiheit? Er tötet seine fremdgehende Frau und ihren Anwaltslover und verliebt sich in die schöne Coco, das schillernde Groupie der Mächtigen. Max Frischs Lieblingsstück ist eine aufregende, formal starke Koproduktion mit dem Theater Basel. Ein hypnotischer, musikalischer Horrortrip, sprachwitzig, surreal und makaber - und mit beklemmend aktuellen Anklängen. avs

Graf Öderland / Foto: Birgit Hupfeld

Bayerische Staatsoper

Die Nase

Oper von Dmitri Schostakowitsch
Inszenierung: Kirill Serebrennikow
Dirigent: Vladimir Jurowski
Premiere am 24. Oktober 2021

„Die Nase“ ist der absurde, wilde, grelle, satirische Geniestreich des 22-jährigen Schostakowitsch nach der Erzählung von Nikolai Gogol von einem, den es durch die ganze, in Aufruhr versetzte Stadt und vor alle Instanzen treibt, um sein Riechorgan wiederzubekommen, das sich selbständig gemacht hat. 1971 gab es am Gärtnerplatztheater die deutsche Erstaufführung der 1930 im damaligen Leningrad uraufgeführten Oper. Jetzt wird sie erstmals an der Bayerischen Staatsoper uraufgeführt, in der russischen Originalsprache sowie von einem russischen Team dirigiert und inszeniert: Der neue GMD der Staatsoper, Vladimir Jurowski hat die musikalische Leitung, Regie führt der wegen dubioser Steuerhinterziehungvorwürfen zu drei Jahren Haft auf Bewährung verurteilte Theater- , Film- und Opernregisseur Kirill Serebrennikow. Trotz Hausarrests konnte er per Video und mittels Assistenten dennoch spektakuläre Inszenierungen wie „Così fan tutte“ (Zürich 2018) und „Parsifal“ (Wien 2021) realisieren. Der Hausarrest ist mittlerweile aufgehoben, er darf aber bis heute Russland nichtverlassen. klk

 

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