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Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

Premieren im Oktober 2018

Zwei sehr spannende Theaterexperimente feiern diesen Monat in den Münchner Kammerspielen ihre Premiere: Hausregisseur Christopher Rüping bringt mit "Dionysos Stadt" ein von den antiken Dionysien inspiriertes, zehnstündiges Schauspiel-Spektakel auf die Bühne, und die renommierte israelische Regisseurin Yael Ronen erörtert in " #Genesis – A Starting Point" vom Startpunkt der biblischen Geschichten aus, was heute aus der Welt geworden ist. Im Münchner Vokstheater geht es in der Dostojewski-Adaption "Die Dämonen" um politische Utopien und Intrigen. Politisch wird es auch im Gärtnerplatzheater bei der Oper "Dantons Tod", frei nach Georg Büchner. Das Residenztheater setzt mit Michael Fraynes "Der nackte Wahnsinn" eine der vergnüglichsten Theaterkomödien überhaupt neu in Szene. Und das bayerische Staatsballett bringt George Balanchines abstraktes Ballett "Jewels" von 1967 ins Nationaltheater.

Münchner Kammerspiele

Dionysos Stadt
Schauspiel-Projekt
Inszenierung: Christopher Rüping
Dauer: 10 Stunden, drei Pausen
Premiere am 6. Oktober 2018

Griechische Mythen haben an den Theatern Hochkonjunktur. Konflikte und Kriege, die Frage von Schicksal und Schuld, und die Auseinandersetzung mit der Macht der Götter durchziehen die antiken Dramen von Prometheus bis Philoktet, von Antigone bis Kassandra, von Elektra bis Ödipus. Das bewegte die Menschen in der ältesten Demokratie der Welt ebenso wie offenbar uns in diesen unruhigen Zeiten. Die Kammerspiele bieten nun zum Spielzeitauftakt Theater für Hartgesottene und verhan-deln die spannenden Themen in einem gleich zehnstündigen Spektakel, inspiriert von den einwöchigen Dionysien, die im demokratischen Athen des 5. Jahrhunderts v. Chr. kultureller und politischer Höhepunkt des Stadtlebens waren. Hausregisseur Christopher Rüping wird mit großartigen Schauspielern wie Wiebke Puls und Peter Brombacher eine zeitgenössische Annäherung an dieses weltweit erste Theaterfestival versuchen. Dazwischen können die Zuschauer auch mal rausgehen, sich erholen und stärken. In der Theatergastronomie sind Menübuchungen möglich (ab 18 Euro). sis

#Genesis – A Starting Point
Performance von Yael Ronen und Ensemble
Inszenierung: Yael Ronen
Premiere am 28. Oktober 2018

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Wir kennen diesen Satz aus dem 1. Buch Mose, altgriechisch Genesis und hebräisch Bereschit genannt. Wie der Schöpfer die Welt erschaffen und geordnet und schließlich die Frau aus der Rippe des Mannes geformt hat – das gehört zu den Wurzeln unserer abendländischen Kultur. Die israelische Regisseurin Yael Ronen, die mit ihren unkonventionellen Stückentwicklungen und Inszenierungen bei uns große Erfolge feiert, nimmt sich mit dem Kammerspiele-Ensemble nach "Point Of No Return" nun den Startpunkt der biblischen Geschichten vor, um zu fragen, welche Perspektiven wir heute zu verschiedenen Themen einnehmen und was aus der Welt geworden ist, die den Menschen einst von Gott überantwortet wurde. "#Genesis" beschäftigt sich mit der Beherrschung der Natur, dem Griff nach dem Baum der Erkenntnis und natürlich mit der Geschlechterdebatte. Vielleicht hat das Patriarchat ja seinen Ursprung bei Adam und Eva, könnte sein. Sicher ist: Yael Ronens Arbeiten stecken immer voll Ironie und Witz – ein kluges Vergnügen. sis

Münchner Volkstheater

Die Dämonen
Schauspiel nach dem Roman von Fjodor Dostojewski
Inszenierung: Felix Hafner
Premiere am 25. Oktober 2018

Die Menschen können von allem Möglichen besessen sein, zum Beispiel von politischen Visionen, die sie durchsetzen wollen, um jeden Preis. Im Russland des späten 19. Jahrhunderts wackelte die Herrschaft des Zaren, was Raum machte für diverse revolutionäre Ideen. Die politischen Strömungen seiner Zeit ließ Fjodor Dostojewski in "Die Dämonen" von 1871/72 einfließen und schuf so einen viel-stimmigen Roman, den nun Felix Hafner auf die Bühne des Volkstheaters bringt. Hafner hat dort zuletzt Aldous Huxleys Sci-Fi-Klassiker "Schöne Neue Welt" von 1932 adaptiert, in dem es um eine düster-hedonistische Utopie ging. Bei Dostojewski schart Nihilist Pjotr Werchowenskij (gespielt von Pola Jane O’Mara) eine Gruppe junger Leute um sich, mit dem Ziel, alle herrschenden Autoritäten zu stürzen. Gleichzeitig will er den Lebemann Nikolaj Stawrogin (Silas Breiding) überzeugen, dass dieser Anführer der Bewegung wird. Stawrogin weigert sich und wird in ein Chaos aus Gewalt und Intrigen verwickelt. Eine Brücke zu heutigen ideologischen Grabenkämpfen lässt sich da bestimmt schlagen. mst

Residenztheater

Der nackte Wahnsinn (Noises Off)
Komödie von Michael Frayn
Inszenierung: Martin Kušej
Premiere am 19. Oktober

Zum Schreien komisch, zum Heulen menschlich fand das Publikum diese selbstironische Theaterfarce, sie ist eine rasante Kultkomödie. Schauspieler proben eine Boulevardkomödie und gar nichts klappt. Die gruppen-dynamischen Neurosen blühen, die Geltungssucht und die Eifersucht, angeheizt von kräftig Alkohol. Drei Akte aus verschiedenen Spielperspektiven zeigen einen Marsch in den totalen Kontrollverlust. Es geht um Immobiliendeals und Steuerhinterziehung, um Quickies und Familienrettungen, aber eigentlich um die menschlichen Leidenschaften. Kušejs letzte Inszenierung am Residenztheater feiert die Bühne als vertrackten Versuch einer Welterschaffung, als tief menschlichen Affenzirkus, als Schmierenkomödie zum Weglachen. Eine Liebeserklärung! Es spielen Norman Hacker, Sophie von Kessel, Thomas Loibl, Katharina Pichler und andere. avs

Gärtnerplatztheater

Dantons Tod
Oper von Gottfried von Einem frei nach Georg Büchner
Musikalische Leitung: Anthony Bramall
Inszenierung: Günter Krämer
Premiere am 11. Oktober 2018

Groß war die Freude des Intendanten Josef E. Köpplinger, für die erste Premiere der neuen Spielzeit den weltweit renommierten Regisseur Günter Krämer zu gewinnen und dementsprechend groß sind die Erwartungen. Diese Oper, die 1947 uraufgeführt wurde, beruht auf dem gleichnamigen Drama von Georg Büchner und spielt während des Höhepunkts der Schreckensherrschaft der Französischen Re-volution. Danton, ursprünglich auch von den Ideen der Revolution überzeugt, will dem unsinnigen Morden ein Ende machen, Robespierre als Revolutionsführer will seine Ideale gewaltsam erkämpfen und lässt Danton und dessen Freunde festnehmen. Selbst eine flammende Verteidigungsrede kann Danton nicht vor dem Tod retten. Die gemäßigt moderne Musik im Sologesang, den mächtigen Chören und mit einem, mit vielfältigem Schlagwerk besetzten Orchester ist für die Hörer leicht erschließbar und beeindruckt durch dramatische Wucht. Die Bezüge zu den faschistischen Machtstrukturen des 3. Reichs als großes Anliegen dieser Oper haben auch heute eine Auseinandersetzung mit diesem spannenden Werk verdient! sl

Nationaltheater

Jewels
Ballett von George Balanchine
Premiere am 27. Oktober 2018

Bei "Jewels", 1967 entstanden, hat sich der Tanzvisionär George Balanchine, der Mitte des 20. Jahrhunderts das New York City Ballet gründete und bis zu seinem Tod 1983 leitete, von der Schmuckauslage eines Juweliers auf der Fifth Avenue inspirieren lassen. So hat er die drei Teile des Balletts jeweils nach einem Juwel benannt. Gleichzeitig ist das Ballett eine Hommage an die drei Länder und Balletttraditionen, die seine Biographie bis zu jenem Zeitpunkt stark geprägt hatten: Emeralds (Frankreich), Rubies (Amerika) und Diamonds (Russland). "Jewels" gilt als erstes abendfüllendes abstraktes Ballett der Tanzgeschichte.

 

TheaGe-Kritiken zu den Premieren der aktuellen Spielzeit 2018/19
TheaGe-Kritiken zu den Premieren der vergangen Spielzeit 2017/18

 

 

  

 

 

 

 

 

 

Münchner Kammerspiele /  Foto: Gabriela Neeb

 

 

 

Münchner Kammerspiele / Foto: Gabriela Neeb

 

 

 

 Volkstheater / Foto: Wikimedia Creative Commons, Maximilian Doerrbecker

 

 


Residenztheater / Foto: Kellermann

 

 

 

 Gärtnerplatztheater / Foto: Christian POGO Zach

 

 


Bayerische Staatsoper im Nationaltheater / Foto: Wilfried Hösl

 

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