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Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

Spielzeitbeginn 2018/19

In der zweiten September- bzw. ersten Oktoberhälfte starten die großen Münchner Theater in die neue Spielzeit 2018/19. Die Schauspielhäuser begehen die Spielzeiteröffnung traditionell mit einer Premiere. Das Gärtnerplatztheater und die Bayerische Staatsoper beginnen mit Repertoire-Stücken bzw. Sonderveranstaltungen, bevor die ersten Premieren auf die Bühne kommen. 

Münchner Kammerspiele

Dionysos Stadt
Schauspiel-Projekt 
Inszenierung: Christopher Rüping
Premiere am 6. Oktober 2018

10 Stunden Theater über die Probleme von Menschen, die vor 2500 Jahren gelebt haben? Die sich an Prometheus, Achill, Kassandra, Elektra und Odysseus abarbeiten? Die Macht der Götter, der Fluch der Atriden, unauflösliche Konflikte, nicht enden wollende Kriege. Doch die nicht ganz so alten Griechen wollen nicht länger Opfer des Schicksals sein, von äußeren Zwängen determiniert werden, die ständig und unausweichlich über sie hineinbrechen. Sie treten in Konflikt mit den Göttern und der Welt der Mythen, beginnen zu hadern, auch wenn jeder Ausweg zunächst der Falsche zu sein scheint, schuldbeladen und fatal. Heute haben die Menschen andere Probleme, oder? Aber die erste Demokratie der Welt, die im 5. Jahrhundert v. Chr. in Athen entstand, verhandelte diese Themen im Theater, das Volksfest und -versammlung zugleich war: ein Kult der kollektiven Emanzipation. Das damalige Publikum in Athen eignete sich in Tragödien, Komödien und Satyrspielen die alten Stoffe an, machte sie erlebbar und überwindbar. Hausregisseur Christopher Rüping und die Schauspielerinnen und Schauspieler der Münchner Kammerspiele vergegenwärtigen nun ihrerseits die Figuren, Texte und politischen Umstände des griechischen Dramas und nähern sich den Fragen und Konflikten der Antike aus zeitgenössischer Perspektive.

Münchner Volkstheater

Ein Sommernachtstraum
Schauspiel von Wiliam Shakespeare
Regie: Kieran Joel
Premiere am 23. September 2018

Vielleicht lässt sich ja von den flirrenden Sommergefühlen noch etwas in den Herbst herüberretten! Regisseur Kieran Joel jedenfalls nimmt sich für die Eröffnung der neuen Theatersaison im Volkstheater Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" vor, jenen Klassiker also, der 1598 uraufgeführt wurde und seither von den Bühnen nicht wegzudenken ist. Denn so oft kommt es ja auch nicht vor, dass eine Komödie gelingt und diese die schnöde Berechenbarkeit oder doch wunderbare Unausweichlichkeit der Liebe ganz tiefgründig behandelt. Zwischen dem Hof von Athen und einem Zauberwald tummeln sich diverse königliche und aristokratische Paare, Elfen wie Handwerker, was hell komisch, aber auch dunkel triebgesteuert werden kann. Kieran Joel hat schon die letzte Spielzeit mit einem Shakespeare eröffnet, mit "Romeo und Julia", und schon da erkundete er mit dem Ensemble, wo heute noch echte Romantik liegen kann. Spielwütig sind sie ja alle, wie die Handwerker, und ein paar Rollen sind schon mal originell besetzt: Der stattliche Max Wagner spielt zum Beispiel den heiteren Waldgeist Puck! mst

Die Dämonen
Nach dem Roman von Fjodor Dostojewski
Inszenierung: Felix Hafner
Premiere am 25. Oktober 2018

Die Menschen können von allem Möglichen besessen sein, zum Beispiel von politischen Visionen, die sie durchsetzen wollen, um jeden Preis. Im Russland des späten 19. Jahrhunderts wackelte die Herrschaft des Zaren, was Raum machte für diverse revolutionäre Ideen. Die politischen Strömungen seiner Zeit ließ Fjodor Dostojewski in "Die Dämonen" von 1871/72 einfließen und schuf so einen vielstimmigen Roman, den nun Felix Hafner auf die Bühne des Volkstheaters bringt. Hafner hat dort zuletzt Aldous Huxleys Sci-Fi-Klassiker "Schöne Neue Welt" von 1932 adaptiert, in dem es um eine düster-hedonistische Utopie ging. Bei Dostojewski schart Nihilist Pjotr Werchowenskij (gespielt von Pola Jane O’Mara) eine Gruppe junger Leute um sich, mit dem Ziel, alle herrschenden Autoritäten zu stürzen. Gleichzeitig will er den Lebemann Nikolaj Stawrogin (Silas Breiding) überzeugen, dass dieser Anführer der Bewegung wird. Stawrogin weigert sich und wird in ein Chaos aus Gewalt und Intrigen verwickelt. Eine Brücke zu heutigen ideologischen Grabenkämpfen lässt sich da bestimmt schlagen. mst

Residenztheater

Marat/ Sade
Schauspiel von Peter Weiss
Inszenierung: Tina Lanik
Premiere am 27. September 2018

Mit einem Stück im Stück startet das Residenztheater in die nächste Spielzeit: "Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats, dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade" - so der sperrige eigentliche Titel - hat Peter Weiss vor gut 50 Jahren bis in die USA berühmt gemacht. Geht es doch um den Grundkonflikt zwischen radikalem Individualismus eines de Sade und den Idealen Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die der Sozialist Marat vertritt; beide agieren freilich mit unerbittlicher Härte. Egal, ob die Zeit nach der Französischen Revolution, die Sechziger des vorigen Jahrhunderts oder unsere Gegenwart - die gegensätzliche politische Weltsicht bleibt aktuell. In der Regie der Residenztheater-bewährten Tina Lanik spielen die Patienten der Psychiatrie von Charenton im Jahr 1806, angeleitet vom Insassen de Sade, den Mord an Marat nach, der von Charlotte Corday in der Badewanne erstochen wurde. Turbulentes Theater und ein interessanter Diskurs mit der erfahrenen Charlotte Schwab und dem jungen Nils Strunk als Kontrahenten. sis

Der nackte Wahnsinn (Noises Off)
Komödie von Michael Frayn
Inszenierung: Martin Kusej
Premiere am 19. Oktober 2018

Zum Schreien komisch, zum Heulen menschlich fand das Publikum diese selbstironische Theaterfarce, sie ist eine rasante Kultkomödie. Schauspieler proben eine Boulevardkomödie und gar nichts klappt. Die gruppendynamischen Neurosen blühen, die Geltungssucht und die Eifersucht, angeheizt von kräftig Alkohol. Drei Akte aus verschiedenen Spielperspektiven zeigen einen Marsch in den totalen Kontrollverlust. Es geht um Immobiliendeals und Steuerhinterziehung, um Quickies und Familienrettungen, aber eigentlich um die menschlichen Leidenschaften. Kusejs letzte Inszenierung am Residenztheater feiert die Bühne als vertrackten Versuch einer Welterschaffung, als tief menschlichen Affenzirkus, als Schmierenkomödie zum Weglachen. Eine Liebeserklärung! Es spielen Norman Hacker, Sophie von Kessel, Thomas Loibl, Katharina Pichler, der Regisseur und andere. avs

Gärtnerplatztheater

Im Staatstheater am Gärtnerplatz wird bereits am 16. September wieder gespielt, als Saisonauftakt steht die wunderschöne "Zauberflöte"-Inszenierung von Rosamund Gilmore von 2010 auf dem Spielplan. Die erste Premiere der neuen Spielszeit ist "Dantons Tod" am 11. Oktober.

Dantons Tod
Oper von Gottfried von Einem frei nach Georg Büchner
Musikalische Leitung: Anthony Bramall
Inszenierung: Günter Krämer
Premiere am 11. Oktober 2018

Groß war die Freude des Intendanten Josef E. Köpplinger, für die erste Premiere der neuen Spielzeit den weltweit renommierten Regisseur Günter Krämer zu gewinnen und dementsprechend groß sind die Erwartungen. Diese Oper, die 1947 uraufgeführt wurde, beruht auf dem gleichnamigen Drama von Georg Büchner und spielt während des Höhepunkts der Schreckensherrschaft der Französischen Revolution. Danton, ursprünglich auch von den Ideen der Revolution überzeugt, will dem unsinnigen Morden ein Ende machen, Robespierre als Revolutionsführer will seine Ideale gewaltsam erkämpfen und lässt Danton und dessen Freunde festnehmen. Selbst eine flammende Verteidigungsrede kann Danton nicht vor dem Tod retten. Die gemäßigt moderne Musik im Sologesang, den mächtigen Chören und mit einem, mit vielfältigem Schlagwerk besetzten Orchester ist für die Hörer leicht erschließbar und beeindruckt durch dramatische Wucht. Die Bezüge zu den faschistischen Machtstrukturen des Dritten Reichs als großes Anliegen dieser Oper haben auch heute eine Auseinandersetzung mit diesem spannenden Werk verdient! Sl

Nationaltheater

Der Spielzeitauftakt wird im Nationaltheater mit einem Bühnen-Dinner am 17.9. begangen, es folgen eine Aufführung von Le nozze di Figaro am 22.9. und die Akademiekonzerte am 24. und 25.9. Die erste Premiere der neuen Spielzeit ist Verdis "Otello" am 23. November.

Otello
Oper von Giuseppe Verdi
Musikalische Leitung: Kirill Petrenko/ Asher Fish (06.12.2018)
Inszenierung: Amélie Niermeyer
Premiere am 23. November 2018

Wie ein Aufschrei zerreißt die Urgewalt des Orchesters die Stille, von einem Moment zum anderen tobt der Sturm vor der Küste Zyperns. Der Wind peitscht, Blitze zerschneiden den umtosten Himmel: Giuseppe Verdi hat den Aufruhr in den Herzen seiner Figuren in der revoltierenden Natur vorweggenommen. Seine vorletzte Oper, mit der er nach langer Schaffenspause wieder das musikdramatische Wort ergriff, packt den Hörer an der Gurgel und lässt ihn bis zum unausweichlichen Ende nicht mehr los. Wie Otello, der erfolgreiche Feldherr, sich im Intrigengespinst Jagos verfängt; wie der unheilvolle Samen der Eifersucht gedeiht und Otellos Liebe zu seiner Frau Desdemona schon am Hochzeitstag zu zersetzen beginnt; wie Desdemona, "obwohl sie ahnt oder spürt, dass dieses Unheil auf sie zukommt und dass Otello in der Lage ist, sie aus Eifersucht umzubringen, dennoch insistiert" (Amélie Niermeyer) – Verdi hat mit seinem Otello ein Operndrama geschaffen, wie es knapper, direkter, intensiver und schöner bis dahin nicht gekannt war und bis heute unübertroffen ist.
mehr zur Spielzeit 2018/19 an der Bayerischen Staatsoper...

 

Münchner Kammerspiele /  Foto: Gabriela Neeb

Dionysos Stadt in den Münchner Kammerspielen / Foto: Julian Baumann

Münchner Volkstheater / Foto: Wikimedia Creative Commons, Maximilian Doerrbecker

Residenztheater / Foto: Matthias Kellermann

Marat/ Sade im Residenztheater München / Foto: Konrad Fersterer

 Gärtnerplatztheater / Foto: Christian POGO Zach

Dantons Tod im Gärtnerplatztheater München / Foto: Christian Pogo Zach

Zuschauerraum im Nationaltheater / Foto: Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper im Nationaltheater / Foto: Felix Löchner

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