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Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

Spielzeitbeginn 2019/20

In der zweiten September- bzw. ersten Oktoberhälfte starten die großen Münchner Theater in die neue Spielzeit 2019/20. Die Schauspielhäuser begehen die Spielzeiteröffnung traditionell mit einer Premiere. Das Gärtnerplatztheater und die Bayerische Staatsoper beginnen mit Repertoire-Stücken bzw. Sonderveranstaltungen, bevor die ersten Premieren auf die Bühne kommen. 
Besonders spannend wird die Spielzeiteröffnung dieses Jahr im Residenztheater, wo der neue Intendant Andreas Beck seinen Einstand mit fünf Premieren allein im Oktober feiert. 

Resi-Intendant Andreas Beck / Foto: Lucia Hunziker

 

Gärtnerplatztheater

Das Staatstheater am Gärtnerplatz eröffnet die Saison mit einem Tag der offenen Tür am 14. September und dem traditionellen Gärtnerplatz-Open-Air-Konzert am 15. September. Die erste Aufführung im Theater ist am 17. September „La bohème“, die erste Premiere am 2. Oktober Carl Orffs Kammeroper „Die Kluge“ auf der Studiobühne. Die erste Premiere auf der großen Bühne ist Händels „Der Messias“ am 10. Oktober.

Gärtnerplatztheater / Foto: Christian Pogo Zach

Die Kluge

Kammeroper von Carl Orff
Nach dem Märchen „Die kluge Bauerntochter“ der Gebrüder Grimm
Reduzierte Fassung für 15 Instrumentalisten von Wilfried Hiller und Paul Leonard Schäffer
Uraufführung der reduzierten Fassung am 2. Oktober 2019

„Oh, hätt’ ich meiner Tochter nur geglaubt!“ – Ein Bauer findet auf dem Feld des Königs einen goldenen Mörser ohne Stößel. Trotz der Warnung seiner schlauen Tochter bringt er ihn treudumm zum König. Doch der kerkert den Bauern wegen Unterschlagung des Stößels ein, wie es die Tochter vorhergesagt hat. Dem König kommt dies zu Ohren, und er stellt die Kluge auf die Probe, die diese bravourös besteht. Der Regent bestimmt sie begeistert zu seiner Gemahlin, doch damit beginnt das Problem: Kann man klug sein und gleichzeitig lieben?
Der Münchner Komponist Carl Orff – 2020 wäre er 125 Jahre alt geworden – schuf 1942 mit „Die Kluge“ nach der Grimm?schen Märchenvorlage eine Oper für Jung und Alt. Darin trifft eine pointiert-kunstvolle Textsprache auf eine volksliedhafte Musik, was eine pralle, spontane Bühnenwirksamkeit ergibt, die irgendwo zwischen Märchen, Volkstheater und bairischer „Kumedi“ angesiedelt ist und schnell zum Klassiker auf deutschen Bühnen wurde.

Der Messias

Oratorium von Georg Friedrich Händel
Libretto von Charles Jennens nach der Bibel
Szenische Fassung von Torsten Fischer
Mit Texten aus Colm Tóibíns „Marias Testament“
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Premiere am 10. Oktober 2019

In nur drei Wochen schuf Georg Friedrich Händel die wohl berühmteste geistliche Komposition der Welt. Vor allem der große „Halleluja“-Chor zählt zu den bekanntesten und populärsten Musikstücken aller Zeiten. Ausschließlich aus Bibelzitaten hat der Librettist Charles Jennens ein dreiteiliges Oratorium zusammengestellt, das von der Erfüllung der alten Verheißungen durch die Heilsgeschichte Jesu Christi berichtet. Und bis heute wirft es Fragen auf: Warum kommt Jesus selbst nicht zu Wort? Warum wird hauptsächlich das Alte Testament zitiert und damit Jesu Wirken fast ausschließlich aus Prophezeiungen vor seiner Zeit erzählt? Und wer endlich ist dieser „Messias“, dieser „Gesalbte“, der lange vorhergesagt und so nachhaltig unsere Welt und unsere Kultur beeinflusst hat? Regisseur Torsten Fischer und Choreograf Karl Alfred Schreiner stellen sich der Herausforderung, dieses unergründliche, reflexive aber wenig erzählende Werk in Szene zu setzen und den großen Fragen des Glaubens nachzugehen.

 

Nationaltheater

Spielzeitauftakt im Nationaltheater ist eine Aufführung von Verdis „Otello“ am 20. September. Die erste Premiere der neuen Saison ist am 18. November „Die tote Stadt“. 

Bayerische Staatsoper im Nationaltheater / Foto: Felix Löchner

Die tote Stadt

Oper von Erich Wolfgang Korngold
Musikalische Leitung: Kirill Petrenko
Inszenierung: Simon Stone
Premiere am 18. November 2019

Die Grenze zwischen Traum und Realität löst sich zunehmend auf, als der um seine verstorbene Frau Marie trauernde Paul auf die Tänzerin Marietta trifft. Aufgrund ihrer äußerlichen Ähnlichkeit zu Marie wird Marietta zur Projektionsfläche für die erotischen Wünsche Pauls, dessen Trauer kultische Züge trägt: Die sorgsam aufbewahrte Haarsträhne der Verstorbenen wird wie eine Reliquie verwahrt. Nach einer nervenaufreibenden „Vision“ mit kathartischer Wirkung wird Paul schließlich in der Wirklichkeit geerdet. Er kann die Stadt Brügge als den Ort für seinen Totenkult verlassen. Der ursprüngliche Werktitel „Triumph des Lebens“ ist für die persönliche Entwicklung des Protagonisten bezeichnend.
Wenige Wochen vor der immens erfolgreichen Uraufführung von Die tote Stadt bezeichnete kein Geringerer als Giacomo Puccini den damals 23-jährigen Erich Wolfgang Korngold als „die stärkste Hoffnung der neuen deutschen Musik“. Arien wie „Glück, das mir verblieb“ und „Mein Sehnen, mein Wähnen“ gehören wegen ihrer melodischen Eindringlichkeit zum Konzertrepertoire zahlreicher Opernsänger und strahlen weit über die Bekanntheit der Toten Stadt hinaus. 

Videomagazin zu „Die tote Stadt“

 

Münchner Kammerspiele

Die Kammerspiele eröffnen die Saison mit zwei Uraufführungen abseits der großen Bühne: Die Kränkungen der Menschheit am 26. September in der Kammer 2 und These Teens will safe the Future am 27. September im Haus der Kunst. Die erste Premiere in der Kammer 1 ist am 28. September  Shakespeares „König Lear“. 

Münchner Kammerspiele / Foto: Andreas Pohlmann

König Lear

Schauspiel von William Shakespeare
Neuübersetzung und Bearbeitung: Stefan Melle
Inszenierung: Stefan Pucher
Premiere am 28. September 2019

No Country for Old Men? Die Welt hat sich geändert, und für König Lear ist es Zeit, seine Macht an die nächste Generation weiterzureichen. Nur tatsächlich loslassen kann er nicht – viel zu sehr ist er die Privilegien gewöhnt, die ihm sein Leben lang selbstverständlich waren. Mit dem bevorstehenden Machtwechsel verändert sich der Blick: Sind die gesellschaftlichen Verhältnisse nicht bestimmt von den Immergleichen, seit Jahrtausenden schon? Bedarf es nicht dringend eines Umsturzes – kalt und strukturell? So oder so, bestimmt wird das Spiel nun von Lears Töchtern – sie sind an der Reihe, die Verantwortung für eine andere, noch unbestimmte Zukunft zu übernehmen.
Thomas Melle, Autor von „Die Welt im Rücken“ und Autor und Gegenstand von Stefan Kaegis „Unheimliches Tal / Uncanny Valley“ zu Beginn der letzten Spielzeit, hat für die Inszenierung von Stefan Pucher an den Münchner Kammerspielen Shakespeares Königsdrama neu übersetzt und bearbeitet.

 

Münchner Volkstheater

Das Volkstheater startet mit der Premiere von Ibsens Hedda Gabler am 27. September in die Spielzeit 2019/20.

Münchner Volkstheater / Foto: Maximilian Doerrbecker, Wikimedia Commons

Hedda Gabler

Schauspiel von Henrik Ibsen
Inszenierung: Lucia Bihler
Premiere am 27. September 2019

Die neue Spielzeit am Volkstheater fängt mit geballter weiblicher Kraft an, auch wenn das Stück von einem Mann geschrieben wurde: Mit "Hedda Gabler" hat der norwegische Dramatiker Henrik Ibsen Ende des 19. Jahrhunderts eine (Anti-)Heldin erfunden, die geschickt die Fäden in einem Spiel um Karriere, Liebe und Selbstbestimmung zieht. Unglücklich verheiratet mit dem Historiker Jorgen Tesman hört Hedda, dass ihr Ex-Liebhaber Lovborg wieder in Oslo ist. Der hat ein von der Kritik gefeiertes Buch publiziert und könnte Tesman bei seiner Karriere im Weg stehen. Hedda spinnt daraufhin einige Intrigen, mit fatalen Folgen. Den spannenden, potentiell feministischen Stoff nimmt sich Lucia Bihler vor, die mit ihrer Adaption von Robert Menasses Roman "Die Hauptstadt" für das Schauspielhaus Wien beim letzten Radikal-jung-Festival eingeladen war. Hedda, in München zuletzt von Birgit Minichmayr am Residenztheater gespielt, verkörpert nun die junge Schauspielerin Anne Stein, die damit ihren Einstand im Ensemble des Volkstheaters gibt. Was für eine fulminante Hauptrolle gleich zum Start! mst

 

Residenztheater

Das Residenztheater startet unter neuer Intendanz ins Spieljahr 2019/20. In dieser ersten Spielzeit von Andreas Beck, der zuletzt das Theater Basel geleitet hat, finden 28 Premieren statt, darunter elf Uraufführungen. Eröffnet wird die Saison mit
zwei Auftragswerken: „Wir sind hier aufgewacht von Simon Stone feiert am 18. Oktober im Cuvilliéstheater seine Uraufführung und „Die Verlorenen“ von Ewald Palmetshofer am 19. Oktober auf der großen Bühne. 

Residenztheater / Foto: Gerhard Kellermann

Wir sind aufgewacht

Schauspiel von Simon Stone
Inszenierung: Simon Stone
Uraufführung am 18. Oktober 2019
Im Cuvilliéstheater

Seit seinem Auftreten greift der Mensch in die Welt ein und fügt ihr Neues hinzu: Er entwirft einen Kosmos aus Sprache, spannt ein Netz sozialer Beziehungen und bevölkert die Welt mit immer raffinierteren Objekten und technischen Erfindungen. Sie wirken auf ihn zurück, sind mit ihm im Austausch und stellen einen wesentlichen Teil seiner Identität dar. Zwei Stücke der europäischen Dramenliteratur – Marivaux’ „Der Streit“ und Calderón de la Barcas „Das Leben ein Traum“ – stellen diese Fragen in einer bizarren Versuchsanordnung: In sozialer Isolation aufgezogene Kinder, die als Erwachsene wieder in die Gesellschaft eingeführt werden, sind die Objekte eines Experiments, in dem die Macht von Identität, gesellschaftlicher Prägung, Schicksal, Charakter und freiem Willen exemplarisch durchgespielt wird.
Der australische Autor und Regisseur Simon Stone, dessen aufsehenerregende, radikal zeitgenössische Interpretationen klassischer Dramen international für Furore sorgen, greift Motive aus Marivaux’ Komödie der französischen Frühaufklärung und aus Calderón de la Barcas spanischem Versdrama des Siglo de Oro auf und untersucht in seinem neuen Schauspiel „Wir sind hier aufgewacht“ die Identität des Menschen im Zeitalter sozialer Netzwerke und neuer Medien.

Die Verlorenen

Schauspiel von Ewald Palmetshofer
Inszenierung: Nora Schlocker
Uraufführung: 19. Oktober 2019

Eine Frau kehrt an den Ort ihrer Kindheit zurück. Ein junger Mann übernachtet im Wald, bis sich ihm eine Tür öffnet. Zwei alte Männer, die keiner mehr wahrnimmt, wiegen sich in den Schlaf. Ein Teenager kehrt seiner Mutter den Rücken und geht Stück für Stück der Welt verloren. Ewald Palmetshofer erzählt in seinem neuen Theaterstück von Menschen, denen die Selbstverständlichkeit, Mensch zu sein, abhanden gekommen ist. Ewald Palmetshofer ist einer der prononciertesten Gegenwartsdramatiker, dessen Stücke hochkomplexe, musikalische Sprachpartituren sind, die oftmals einem jambischen Metrum folgen. Nora Schlocker, jetzt Hausregisseurin am Residenztheater, setzt mit „Die Verlorenen“ ihre Zusammenarbeit mit Ewald Palmetshofer fort und bringt nach „Edward II. Die Liebe bin ich“ und „Vor Sonnenaufgang“ zum dritten Mal ein Stück des österreichischen Dramatikers zur Uraufführung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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