TheaGe München Theater und Kultur in München - Anmelden und dabei sein
Theater und Kultur in München - Anmelden und dabei sein

Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

Aktuelle Theaterkritiken 2019/20

Premieren im Oktober 2019

„Der Messias“ im Gärtnerplatztheater

Oratorium von Georg Friedrich Händel
Szenische Fassung und Inszenierung: Torsten Fischer
Musikalische Leitung: Antony Bramall/ Andreas Kowalewitz
Choreographie: Karl Alfred Schreiner
Premiere am 10. Oktober 2019
Dauer: 2 Stunden 30 Minuten, eine Pause

Der Messias / Foto: Marie-Laure Briane

„Ein zähes Ringen“ – „Um Himmels Willen“ – „Vater, vergib ihnen“ – so titeln die Münchner Zeitungen ihre Kritiken zu der szenischen und tänzerischen Darstellung des Händelschen Oratoriums. Und das Publikum bejubelt bei der Premiere die Solisten, den Chor und das Orchester unter Anthony Bramall, das eine gekürzte Fassung des Werks in gewohnter Brillanz musiziert. Die sanften Buhs beziehen sich auf eine mit Ideen und Botschaften beladenen Inszenierung von Torsten Fischer, der der gierigen, liebesarmen Menschheit unserer Tage einen stoischen Schmerzensmann und seine Mutter Maria (in einer Sprechrolle mit Texten eines zeitgenössischen irischen Dichters) gegenüberstellt, die ihrerseits mit dem Schicksal ihres Sohnes hadert. Die Verfremdung erreicht ihren Höhepunkt beim „Halleluja“, bei dem Chor, Tänzer und Solisten ihre Arme gen Himmel recken, aus dem es Dollarnoten regnet, während Jesus mit Gewehren behangen zur Statue wird. In unentwegter Bewegung kriechen, zucken und winden sich die Tänzer (Choreographie: Karl Alfred Schreiner) - ihre Bedeutung in der dennoch interessanten Oratorien-Performance bleibt weitgehend verborgen.   s.l.

„Die Kluge“ im Gärtnerplatztheater

Oper von Carl Orff
nach dem Märchen "Die kluge Bauerntochter" der Brüder Grimm
Musikalische Leitung: Andreas Kowalewitz / Oleg Ptashnikov
Regie: Lukas Wachernig
Premiere am 2. Oktober 2019
Dauer: 1 Stunde 25 Minuten, keine Pause

Die Kluge / Foto: Christian Pogo Zach

Studiobühnen haben einen großen Vorteil: Der Zuschauer ist mittendrin im Geschehen und die Textverständlichkeit ist unvergleichlich gut. Wenn auch noch die Geschichte ohne Requisiten auf einem stilisiertem Treppengestell spielt, bleibt das pure Werk. Das hilft der Kammeroper „Die Kluge“ enorm. Die klare Personenregie von Lukas Wachernig und das Lichtdesign, wie auch der klare Schwarz-Weiß-Kontrast bei den Kostümen, zielen auf die Typisierung der Figuren ab. Gut und Böse sind klar getrennt und erst am Schluss der Oper, wenn die Kluge mit ihrer Liebe über den rohen und ungerechten König und Ehemann siegt und dem zarten Wiegenlied die Vision der Vereinbarkeit von Liebe und Klugheit folgt, bleiben trotz strahlendem Ende doch Fragen offen. Ohne jeden Zeitbezug  (Entstehung des Werks 1942!) oder tiefere Deutung spielen und singen die vier Hauptfiguren – und auch die drei fast diabolischen Strolche – hervorragend, während das von Wilfried Hiller "geschrumpfte" Orchester unter der Leitung von Andreas Kowalewitz auch im örtlichen Sinne im Hintergrund bleibt. Ein guter Einstieg in die neue Saison!   s.l.

 

Premieren im September 2019

König Lear in den Münchner Kammerspielen

Schauspiel von William Shakespeare
Übersetzt und bearbeitet von Thomas Melle
Inszenierung: Stefan Pucher
Premiere am 27. September 2019
Dauer: ca. 2 Stunden 30 Minuten, keine Pause

König Lear / Foto: Arno Declair

Revolte! Fort mit der ewigen Männerherrschaft, fort mit Gewalt, Unterdrückung und Selbstherrlichkeit. Lear (Thomas Schmauser, fulminant zwischen Narzissmus und Verletzlichkeit) dankt ab, und seine Schmeichel-Töchter Regan und Goneril greifen durch. Blutvergießen wie jeher inbegriffen. Im Großaufnahmen-reflektierenden Bühnenglaskasten vollzieht sich ein Machtwechsel-Showdown in poppiger Zuspitzung und Trashkostümen, Gloucester ist eine Frau (Wiebke Puls als merkelige Pragmatikerin in Pink), ihr guter Sohn Edmund schwebt als Major Tom aus dem Bühnenhimmel. Stefan Puchers Regie und Thomas Melles kongeniale Textneufassung schaffen es, aus Shakespeares pessimistischem Stück von Macht, Erbschaft und Einsamkeit ein rasantes, krass heutiges Spektakel zu machen, ohne zu verflachen. Die Emanzipation der jungen Frauen schillert ambivalent im Zentrum: Wird es jetzt besser? Das ist so vielschichtig wie das Original und dabei unterhaltsam und witzig. Ein famoser Saisonstart im „Theater des Jahres“. Einhelliger Jubel.  avs

„Hedda Gabler“ im Münchner Volkstheater

Schauspiel von Henrik Ibsen
Inszenierung: Lucia Bihler
Premiere am 27. September 2019
Dauer: 1 Stunde 50 Minuten, keine Pause

Hedda Gabler / Foto: Arno Declair

Im Korsett des Patriarchats steckten die Frauen schon vor der Zeit von Ibsens Hedda Gabler – und womöglich haben sie sich ja heute immer noch nicht richtig befreit. Regisseurin Lucia Bihler jedenfalls transportiert Ibsens Gesellschaftsdrama, das 1891 in München uraufgeführt wurde, schnurstracks ins 18. Jahrhundert und streut ein paar Requisiten des Internetzeitalters ein, darunter einen Speicher-Stick mit gar wichtigem Inhalt. Laura Kirst hat tolle Rokoko-Kostüme entworfen, Bühnenbildnerin Jana Wassong lässt eine Chaiselongue und ein Wägelchen mit Süßigkeiten auf einer Drehscheibe langsam rotieren. Über der Bühne des Volkstheaters hängen zudem fluffige Schicksalswolken, in denen es auch mal tüchtig blitzen kann. Hedda, von Ensemble-Neuzugang Anne Stein mit starkem Selbstbewusstsein ausgestattet, langweilt sich mit ihrem Loser-Gatten Tesman (toll: Jakob Immervoll) und hängt ihrem Ex-Lover Lövborg (genießerisch gockelig: Jakob Geßner) nach, dem sie dann böse mitspielen wird. Das Ensemble rokoko-rockt ganz wunderbar, so dass man im Parkett einen Mordsspaß hat. mst
 

Kritiken zu den Premieren der vergangenen Spielzeit 2018/19

Facebookseite der TheaGe TheaGe bei Twitter Instagram - TheaGe München YouTube - TheaGe München Wikipedia-Artikel über die Theatergemeinde München RSS Feed der TheaGe München

Unser Angebot Veranstaltungen Kultur-Extras Spielstätten Ihre TheaGe
Ihre Vorteile Suche & Bestellung TheaGe-Extras Deutsches Theater Kontakt
Kulturaufruf Last-Minute Tickets Kulturreisen Gasteig Newsletter
Nachmittags-Abo Oper in München Tagesfahrten Kammerspiele Formulare für Meldungen
Konzert-Abos Schauspiel in München Führungen Nationaltheater Außenstellen 
Familien-Abos Konzerte in München TheaGe in der Residenz Prinzregententheater Geschichte
Geschenk-Abos Tipps & aktuelle Meldungen 's Münchner Jahr Residenztheater Presse
Kultur-Gutschein Monatsprogramm Kino Treff Rio Volkstheater Partner und Links
Anmeldung Stückebeschreibungen Ihr Kultur-Bonus und viele mehr... Bund der Theatergemeinden
Werbeprämie        

 

Unsere Kulturpartner:

Deutsches Theater    Aktuelle Theaterkritiken 2019/20     Aktuelle Theaterkritiken 2019/20      Aktuelle Theaterkritiken 2019/20      Logo Münchner Kammerspiele     Aktuelle Theaterkritiken 2019/20       Aktuelle Theaterkritiken 2019/20    Aktuelle Theaterkritiken 2019/20     Aktuelle Theaterkritiken 2019/20     Logo In Muenchen     Aktuelle Theaterkritiken 2019/20

und viele mehr...


Impressum | AGB | Widerruf  | Datenschutz | Sitemap