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Theatergemeinde München

Kulturvielfalt zum ermäßigten Preis

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Zoom auf Brandhorst

Führungen. Tagesfahrten. Reisen. Gruppen-Ausflüge zu geheimnisumwitterten, legendären, berühmt-berüchtigten oder spektakulären Orten der schönen, schwierigen Stadt und ihres Umlands. Klettern auf Aussichtstürme. Flanieren durch Schlossgärten. Wandeln auf den Spuren historischer Persönlichkeiten. Schreiten durch tabuisierte Zonen. All das gehört neben den Tanzfesten, den Konzert- und Kabarett-Abenden zum eigenständigen Veranstaltungsangebot der traditionsreichen Kultureinrichtung, für die Du arbeitest und schreibst. Und so entdecktest Du die Sauna-Katakomben unterhalb vom Hotelrestaurant Deutsche Eiche, die schillernden Kronkorken-Teppiche von El Anatsui im Haus der Kunst und die Genuss-Geheimnisse des Viktualienmarktes unter der Leitung der qualifizierten Gästeführer, die mit Eurer Institution in Verbindung stehen: Dietmar Holzapfel. Angelika Grepmair-Müller. Katrin Schulze. Und: Georg Reichlmayr.

Georg Reichlmayr

Führungen mit Georg Reichlmayr sind immer sofort ausverkauft. Bei Reichlmayr-Veranstaltungen dürfen nie mehr als zwei Karten pro Person abgegeben werden. Das lerntest Du gleich am ersten Tag Deiner Tätigkeit in der traditionsreichen Kultureinrichtung, für die Du arbeitest und schreibst. Du selbst hattest den charmanten, umfassend gebildeten Historiker mit dem spitzbübischen Lächeln und dem fein kultivierten bajuwarischen Zungenschlag bis dato nicht kennengelernt. Aber die beinahe schon suchterzeugende Wirkung seines pointenreichen, auf Blickkontakt und persönliche Interaktion achtenden Vortragsstils kam fast täglich am Kundentelefon bei Dir an. Sei es eine Tagesfahrt zum Donaudurchbruch beim Kloster Weltenburg, ein Frühschoppen auf der Oidn Wiesn oder ein Besuch der Pinakotheken – wo Reichlmayr war, da wollten Eure Teilnehmerinnen und Teilnehmer sein. Und wenn sie dabei gewesen waren, wollten sie davon erzählen und die nächste Tour unter seiner Ägide buchen. Er war der Geschichtslehrer, den sie als Schüler gerne gehabt hätten.

Als das Virus mit der Krone im Frühjahr 2020 zum ersten Mal einbrach in die sicher geglaubte Ordnung der schönen, schwierigen Stadt, war Reichlmayr einer der Ersten, die den Ernst der Lage sahen. „Wir erleben die Apokalypse!“ mailte er ans Event-Management-Team der traditionsreichen Kultureinrichtung, für die Du arbeitest und schreibst. Dann zog er sich für einige Wochen komplett zurück. Menschen aus Eurem Teilnehmerkreis, die in persönlichem Kontakt mit ihm standen, berichteten, einem tief nachdenklichen, in kürzester Zeit sehr schmal gewordenen Mann begegnet zu sein. Jedoch. Reichlmayr gab nicht auf. Reichlmayr erfand sich neu. Ende April meldete er sich mit neuen, den Erfordernissen der veränderten Zeit perfekt entsprechenden Veranstaltungs-Ideen zurück. Sommerliche Spaziergänge durch die royalen Gartenanlagen im Zentrum der schönen, schwierigen Stadt. Friedhofsbesuche. Quartierbesichtigungen. In kleinen Gruppen, mit Audio-Equipment, um den Distanzregeln Genüge zu tun. Und seine Teilnehmer folgten ihm.

Cy Twombly: Untitled in der Sammlung Brandhorst / Foto: Georg Reichlmayr

Solange, bis man im Herbst auch dies nicht mehr durfte, weil Schlossgärten und Seenlandschaften abgeriegelt wurden und Gruppen-Kult-Touren dem Versammlungsverbot anheimfielen. Da aber hatte Reichlmayr seine Talente längst ins Netz verlagert. Virtuelle Museumsbesuche via Zoom. Powerpoint-Präsentationen von Weltwerken aus Kunst und Architektur. Das bot er an, ab November, allen Zweifeln, ob das typische Wir-Gefühl mit seinen Zuhörern sich auf diese Art einstellen würde, zum Trotz. Und wirklich. Viele aus Eurem Teilnehmerkreis folgten dem Lockruf in die Sphäre der Digitalität. Sie buchten das virtuelle Eintrittsticket, das mit einem Zoom-Link verbunden per Email verschickt wurde. Sie traten den Online-Zusammenkünften bei. Und bald schon erreichten ihre begeisterten Berichte die traditionsreiche Kultureinrichtung, für die Du arbeitest und schreibst. Von vollkommen neuen Perspektiven auf Kunst wurde erzählt. Von einem virtuell ermöglichten Tiefenblick ins Selbstportrait-Auge von Albrecht Dürer, der unvergesslich sei. Und von mancherlei mehr.

Am 27. Januar 2021 erlebtest Du dann selbst mit, wie Reichlmayr sich der neuen Medialität bediente. Zu einem virtuellen Spaziergang durchs Kunstareal der schönen, schwierigen Stadt hatte er geladen, um „Meisterwerke aus fünf Jahrhunderten“ zu betrachten. Als Du Dich um 18:45 Uhr vor Deinem PC ins Online-Meeting zoomtest, erwartete er bereits die Gäste seiner einstündigen Abendveranstaltung. Und zwar nicht irgendwo. Sondern vor der spektralfarbigen Innenkulisse des Lepanto-Zyklus im Cy-Twombly-Saal vom Museum Brandhorst. Reichlmayrs Gesicht spiegelte die eigenartig helle, ungreifbare Buntheit dieses Sensations-Kunst-Raumes wieder, während er jeden briefmarkengroßen Neuzugang auf dem PC-Screen persönlich begrüßte. Mit jedem der Teilnehmenden wurde geplaudert, jeder erhielt ganz en passant eine Blitz-Unterweisung in den Gebrauch von Zoom. Danach wurde Dein Schulwissen aufgefrischt, Dein generelles Verständnis von Kunst up-gedated, Dein Blick auf die Gemäldesammlungen Deiner Stadt geschärft. Ganz einfach so.  

Dionysos-Schale des Exekias in der Antikensammlung / Foto: Georg Reichlmayr

Die zeitlose Schönheit der Dionysos-Schale des altgriechischen Vasenmalers Exekias, in deren Innenseite sich Wind, Meer und Delphine zu bewegen scheinen. Das irritierend kesse Selbstbildnis der malerischen Hochbegabung Angelika Kauffmann. Die antagonistisch zueinander gehängten Körper-Triptychen von Adolf Ziegler und Max Beckmann. Das toxische Grün im großformatigen Pinkel-Bild von Andy Warhol. Und Cy Twomblys üppige, überdimensionale Rosen, aus deren weit geöffneten Blütenblättern Kaskaden von blutroten Tränen rinnen. All das entdecktest und sahst Du neu in dieser einen, genau 60 Minuten dauernden Online-Verabredung mit Georg Reichlmayr. Es gelang ihm, Dich in die Deutsch- und Geschichtsstunden Deiner Schulzeit zurück zu versetzen, Erinnerungen an studentische Exkursionen nach Venedig und Kassel zu wecken, einen Hauch von globalem Galerie-Feeling zu erzeugen. Als Du den PC herunterfuhrst, wusstest Du: Reichlmayr hatte einen neuen Fan gewonnen. Er war DER Lehrer den auch DU als Schulmädchen gerne gehabt hättest.

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